Politik
Sollten die Schweizer für ein Verhüllungsverbot stimmen, wäre auch das Tragen eines Nikab verboten.
Sollten die Schweizer für ein Verhüllungsverbot stimmen, wäre auch das Tragen eines Nikab verboten.(Foto: picture alliance/dpa)
Freitag, 13. Oktober 2017

Per Volksabstimmung: Schweizer entscheiden über Burka-Verbot

In Österreich gilt bereits ein Verhüllungsverbot, in der Schweiz wollen Aktivisten jetzt nachziehen: Sie haben 100.000 Unterschriften eingereicht und damit die Voraussetzungen für eine Volksabstimmung erfüllt. Abgestimmt werden soll in den nächsten zwei Jahren.

In der Schweiz wird über ein Verhüllungsverbot in der Öffentlichkeit abgestimmt. Aktivisten haben nach Aussage der Regierung mehr als 100.000 gültige Unterschriften eingereicht und damit die Voraussetzungen für eine Volksabstimmung erfüllt. Die Abstimmung dürfte in den nächsten zwei Jahren kommen. Bei einer Annahme der Initiative dürften sich Musliminnen in der Öffentlichkeit nicht mehr mit Gesichts- und Ganzkörperschleier, Nikab und Burka, zeigen. Im Kanton Tessin gilt so ein Verbot bereits.

Die Aktivisten beteuern, ihre Initiative habe nichts mit Religion zu tun, es gehe vielmehr um Verhüllungen jeglicher Art. Auf ihrem Werbeplakat ist neben einer Frau mit Burka deshalb auch ein vermummter Demonstrant zu sehen. Die Initiative stammt aber von derselben Gruppe, die hinter dem Volksentscheid 2009 über das Verbot von Minaretten stand.

Die Mehrheit der Schweizer stimmte damals zu, seitdem dürfen keine Türme mehr gebaut werden, von denen Muslime fünfmal am Tag zum Gebet gerufen werden. Die Gruppe nennt sich Egerkinger Komitee und schart sich um Walter Wobmann, einen Abgeordneten der Rechtsaußen-Partei SVP.

In Österreich gilt bereits ein Verhüllungsverbot. Wer sein Gesicht verhüllt - sei es mit Burka, Nikab, oder auch nur einer Atemschutzmaske - muss dort seit dem 1. Oktober eine Geldstrafe von 150 Euro bezahlen.

Quelle: n-tv.de

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