Politik
Horst Seehofer macht es vielleicht nochmal.
Horst Seehofer macht es vielleicht nochmal.(Foto: picture alliance / Tobias Hase/d)

Rolle rückwärts in München?: Seehofer deutet Abschied vom Abschied an

Bei RB Leipzig fand Sportdirektor Ralf Rangnick einst den besten Trainer - sich selbst. Ähnliches deutet sich nun in München an. Auf der Suche nach einem Nachfolger hat CSU-Chef und Ministerpräsident Seehofer einen Kandidaten im Blick.

CSU-Chef  Horst Seehofer rückt von seinen Plänen eines Abschieds aus der aktiven Politik offenbar ab. So erwägt der 67-Jährige sowohl als Parteichef als auch als bayerischer Ministerpräsident weitermachen zu wollen. "Darüber führe ich gerade Gespräche in meiner Partei, auch mit meinen Amtsvorgängern", sagte er dem "Spiegel". Anfang Mai will die Partei die Kandidatenliste zur Bundestagswahl aufstellen. "Bis dahin will ich in dieser Frage Klarheit schaffen."

Vor einigen Monaten hatte Seehofer erklärt, nach der Landtagswahl 2018 aufhören zu wollen. Dabei hatte er sogar erwogen, eines der beiden Spitzenämter bereits zuvor abzugeben. In der Partei gelten Bayerns Finanzminister Markus Söder und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner als potenzielle Nachfolger. Auch Innenminister Joachim Herrmann und der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europa-Parlament, Manfred Weber, fielen bereits.

Allerdings hat es Seehofer bislang vermieden aktiv einen Nachfolger aufzubauen. So dachte er unter anderem laut darüber nach, dass der künftige Parteichef auch in Berlin am Kabinettstisch sitzen müsse. Dies wurde allgemein als K.o-Kriterium für Söder gedeutet, der einen Wechsel nach Berlin ausgeschlossen hatte.

An dieser Forderung hält er weiter fest - mit einer Ausnahme. "Falls ich weitermache, ist das anders. Ich glaube, ich habe jetzt mehr als acht Jahre lang gezeigt, dass ich nicht persönlich in Berlin sitzen muss, um dort wirkmächtig zu sein", sagte er nun.

Quelle: n-tv.de

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