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"Freiheit oder Tod": Der Aufnäher eines Milizionärs stellt die Ansichten der Bürgerwehr dar.
"Freiheit oder Tod": Der Aufnäher eines Milizionärs stellt die Ansichten der Bürgerwehr dar.(Foto: REUTERS)

Besetzung in US-Naturpark: Sheriff fordert Bürgerwehr zur Aufgabe auf

Noch immer halten mutmaßlich schwer bewaffnete Milizionäre ein Verwaltungsgebäude in einem US-Naturpark besetzt. Die Bürgerwehr kämpft für zwei verurteilte Wilderer, doch ausgerechnet die wollen mit den Besetzern angeblich nichts zu tun haben.

Im US-Bundesstaat Oregon hält eine Bürgerwehr weiter das Verwaltungsgebäude eines Naturparks besetzt. Der Sheriff von Harney County, David Ward, forderte die Aktivisten dazu auf, ihren Protest zu beenden. "Geht nach Hause, zu Euren eigenen Familien, und beendet dies friedlich", sagte Ward. Am Wochenende hatten sich die Gruppe teils schwer Bewaffneter in Gebäuden des Parks Malheur National Wildlife Refuge verschanzt.

Ihr Anführer Ammon Bundy beschrieb das Ziel der Aktion als Bemühen, "die Verfassung wiederherzustellen und zu verteidigen". Die selbst ernannte Bürgerwehr wirft der Bundesregierung vor, dass sie das Volk unter Druck setze und den Leuten Land und Rohstoffe wegnehme. Wie viele Mitglieder die Truppe tatsächlich hat, ist ebenso unklar wie ihre Bereitschaft zur Gewalt. Die Behörden scheinen bislang auf eine Deeskalation zu setzen, um eine direkte Auseinandersetzung zu vermeiden.

Der Protest entzündet sich an Gefängnisstrafen für zwei Rancher wegen Brandstiftung. Den beiden - Vater und Sohn - wurde laut Medienberichten angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen.

Schulen und Gericht in der Region geschlossen

Der 73-jährige Dwight Hammond und sein 46-jähriger Sohn Steven haben bereits drei Monate beziehungsweise ein ganzes Jahr in Haft gesessen. Ende 2015 urteilte ein Bundesrichter, die Haft sei nach Bundesrecht zu kurz gewesen, die Männer müssten nochmals für fast vier Jahre einsitzen.

Nach Angaben der Polizei haben sich beide Männer am Montag in Kalifornien den Behörden gestellt, um die weitere Haft anzutreten. Demnach distanzierten sich die beiden von der Aktion der Bürgerwehr.

Die örtliche Polizei in dem dünn besiedelten, ländlichen Bezirk Harney County hat Hilfe von Beamten aus anderen Teilen Oregons und von der Bundespolizei FBI angefordert. Sie wollten in der kleinen Gemeinde wieder "Ruhe herstellen" und für einen geregelten Ablauf sorgen, erklärte Sheriff Ward. Die Polizei hatte die Bevölkerung aufgerufen, sich von den besetzten Gebäuden fernzuhalten. Wegen des Konfliktes blieben zudem die Schulen in dem Gebiet sowie das örtliche Gericht aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Quelle: n-tv.de

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