Politik
Kontakt nur aus der Ferne: Snowden winkt im Dezember während der Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte dem Publikum zu.
Kontakt nur aus der Ferne: Snowden winkt im Dezember während der Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte dem Publikum zu.(Foto: dpa)
Mittwoch, 04. März 2015

Verhandlungen laufen: Snowden zieht es in die USA zurück

Seit fast zwei Jahren lebt der NSA-Enthüller Snowden in Russland. Er gehe einkaufen, ins Museum und reise auch, sagt sein Anwalt. Aber ganz glücklich scheint er nicht zu sein. Zumindest verhandelt sein Anwalt nun mit den USA über eine mögliche Rückkehr.

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden würde seinem russischen Anwalt zufolge gerne in seine Heimat zurückkehren. "Wir tun alles nur Mögliche, um diese Frage zu lösen", sagte Anatoli Kutscherena in Moskau. Russische und US-Anwälte seien dabei, "juristische Fragen zu klären".

Snowden passe sich mehr und mehr an das Leben in Russland an und mache Fortschritte im Erlernen der Landessprache, sagte Kutscherena. Der IT-Experte gehe einkaufen, ins Museum oder Theater und reise auch. "Er ist ein freier Mensch", meinte der Anwalt. Russischen Gesetzen zufolge hat Snowden das Recht, bis zu drei Monate ins Ausland zu reisen und dann nach Russland zurückzukehren. Nach insgesamt fünf Jahren habe er zudem die Möglichkeit, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen, hieß es.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA enthüllt. Er lebt seit Juni 2013 nach einer wochenlangen Zitterpartie auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo dauerhaft in der russischen Hauptstadt. Im Sommer 2014 erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre. Der Fall belastet die ohnehin gespannten russisch-amerikanischen Beziehungen.

Quelle: n-tv.de

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