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Griechische Beamte nahmen zwei Verdächtige fest. Im Bild: Polizisten in Athen.
Griechische Beamte nahmen zwei Verdächtige fest. Im Bild: Polizisten in Athen.(Foto: picture alliance / dpa)

Terrorverdächtige in Griechenland: Spezialeinheiten nehmen Islamisten fest

Im Osten Griechenlands greifen Einheiten der Polizei zu: Sie nehmen einen Jemeniten und einen einschlägig bekannten Islamisten fest. Ihr Gepäck enthält Waffen und Militärkleidung.

Spezialeinheiten der griechischen Polizei haben in der ostgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen. Darunter sei auch der 29 Jahre alte Mirsad Bektasevic, ein Muslim serbischer Herkunft mit schwedischer Staatsbürgerschaft, berichten griechische Medien übereinstimmend.

Bektasevic war 2007 in Bosnien-Herzegowina wegen der Planung von Terroranschlägen zu 15 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Ein höheres Gericht hatte die Haftstrafe anschließend auf acht Jahre und vier Monate verringert. Bei dem Begleiter von Bektasevic soll es sich um einen 20-Jährigen aus dem Jemen handeln. Die beiden Männer waren den Medienberichten zufolge von Schweden nach Athen geflogen und befanden sich auf dem Weg über die Türkei nach Syrien oder in den Irak. Sie trugen schwedische Pässe bei sich.

Unerlaubter Waffenbesitz

Im Reisegepäck des Duos fanden die Sicherheitskräfte Messer und militärische Kleidung sowie Handys und Bargeld. Die Festnahmen seien am Donnerstag erfolgt. Mit der Begründung des unerlaubten Waffenbesitzes und des Verdachts auf Terrorismus würden die Männer nun vorerst in Alexandroupolis festgehalten.

Bektasevic war bereits 2005 in Bosnien-Herzegowina ins Visier der Ermittler geraten, verhaftet und später wegen Terrorismus' verurteilt worden. Bei der Durchsuchung seines Wohnsitzes, dem Haus seiner Tante in Sarajevo, waren ein Sprengstoffgürtel, 18 Kilogramm Sprengstoff sowie Videomaterial zur Herstellung von Bomben gefunden worden, wie die Staatsanwaltschaft damals erklärt hatte.

Ein Video zeigte Bektasevic und einen anderen Mann damals mit Skimasken vermummt inmitten von Waffen und Sprengstoff, wie griechische Medien berichteten. Die Männer drohten darin mit Attentaten gegen jene westlichen diplomatischen Vertretungen in Bosnien, die Truppen in den Irak und nach Afghanistan gesandt hatten. Auch eine Verbindung zu global agierenden Terrorgruppen sah das Gericht damals als erwiesen an.

Quelle: n-tv.de

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