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Politik

Mittwoch, 03. März 2010

"Politiker-Derblecken" in München: Spott bei Starkbier

Mit dem traditionellen Verspotten, dem "Derblecken" von Politikern am Münchner Nockherberg, wird traditionell die Starkbier-Saison in Bayern eröffnet.

Mit dem traditionellen Verspotten, dem "Derblecken" von Politikern am Münchner Nockherberg, wird traditionell die Starkbier-Saison in Bayern eröffnet.
(Foto: dpa)

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und die restliche politische Elite Bayerns sind beim alljährlichen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg mit Hohn und Spott bedacht worden. Bußprediger Michael Lerchenberg als "Bruder Barnabas" bescheinigte Seehofer und der CSU, sie führe seit drei Jahren ein "immerwährendes Passionsspiel auf, mit wechselnden Christusdarstellern". SPD-Landeschef Florian Pronold habe schlechte Umfragewerte, "weil ihn keiner kennt". "Sie, Herr Seehofer haben die gleichen schlechten Umfragewerte - weil man Sie kennt", spottete Lerchenberg.

Der derzeitige "Christusdarsteller" der CSU genehmigt sich eine Maß Bier.

Der derzeitige "Christusdarsteller" der CSU genehmigt sich eine Maß Bier.
(Foto: dpa)

Zur Lösung politischer Probleme schlug der Bußprediger vor, dass die Politik Leistung nur noch gegen hohe Parteispenden bringt: "Nur noch der Meistbietende wird politisch versorgt. Es gibt in Deutschland keine Parteiprogramme mehr, nur noch Preislisten!"

Der FDP warf Lerchenberg Versagen in der Bundesregierung vor. "Wenn die Umfragewerte weiter so schnell sinken, wird die FDP die erste Partei, die regiert, obwohl sie unter fünf Prozent ist", scherzte der Lerchenberg. "Und darum dreht er jetzt völlig durch, der Herr Guido (Westerwelle), und schwingt seine sozialpolitische Abrissbirne", sagte "Bruder Barnabas" zur Debatte um Hartz-IV.

dpa

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