Politik
Erika Steinbach.
Erika Steinbach.(Foto: imago stock&people)
Samstag, 20. Mai 2017

Nach Austritt aus CDU: Steinbach unterstützt AfD-Wahlkampf

Nach dem Zerwürfnis mit der CDU bleibt Erika Steinbach parteilos. Ganz will sie dem Bundestagswahlkampf aber wohl dennoch nicht fern bleiben - und macht konkrete Pläne mit den Rechtspopulisten von der AfD.

Erika Steinbach möchte der AfD im Bundestagswahlkampf zur Seite stehen. Wie der Spiegel berichtet, wird die Politikerin demnach bei mindestens einer Großveranstaltung der rechtspopulistischen Partei gemeinsam mit dem AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland auftreten. Die Beiden kennen und schätzen einander bereits aus gemeinsamer Zeit in der hessischen Kommunalpolitik. Entsprechend hatte Gauland bei Steinbachs viel beachtetem CDU-Austritt auch angekündigt, sich um eine Annäherung zu bemühen.

Steinbach äußerte sich nicht zu ihren Plänen in Bezug auf die AfD, bekräftigte aber ganz allgemein ihre zuvor schon kundgetane Unterstützung für die Partei: "Ich bin überzeugt davon, dass die AfD in den Deutschen Bundestag einziehen muss, damit es dort wieder eine wirkliche Opposition gibt." Insbesondere in Bezug auf die Flüchtlingskrise sei der Bundestag in seiner aktuellen Zusammensetzung "wie gleichgeschaltet", allein aus der Unionsfraktion habe es vereinzelt nennenswerte kritische Stimmen gegeben.

Einen Beitritt zur AfD lehnt die Bundestagsabgeordnete aber weiterhin ab. Schon kurz nach ihrem CDU-Austritt im Januar erklärte sie: "Es würde auch meinem Gefühl von Fairness und Anstand widersprechen, wenn ich jetzt in eine andere Partei eintreten würde." Steinbach war über 40 Jahre aktives Mitglied der CDU, davon allein 27 Jahre als Bundestagsabgeordnete. Anfang 2017 verließ sie die Partei im Streit, unter anderem aus Ärger über die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel.

Quelle: n-tv.de

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