Keiner will Unterbringung zahlenStreit um Zschäpes Katzen
Bevor sich Beate Zschäpe der Polizei stellt, bringt sie ihre beiden Katzen zu Nachbarn. Später werden die Tiere ins Tierheim gebracht. Dort leben sie noch immer, ihre Versorgung kostet Geld, das offenbar niemand dem Tierschutzverein erstatten will.
Um die beiden Katzen der ist ein bizarrer Streit entbrannt. Der Tierschutzverein Zwickau bestätigte einen MDR-Bericht, wonach das Bundeskriminalamt (BKA) für die Unterbringung der beiden Katzen nicht aufkommen will. Zschäpe gilt als Eigentümerin beider Tiere. Ohne eine Einwilligung kann der Verein die Katzen nicht vermitteln.
Nach Angaben von Vereinschefin Claudia Ruf beläuft sich die ausstehende Rechnung bereits auf 1017,42 Euro. Zschäpe soll am 4. November in der gemeinsamen Wohnung des Zwickauer Terror-Trios eine Explosion verursacht haben. Kurz zuvor hatte sie bei Nachbarn die Katzen abgegeben. Das Ordnungsamt brachte die Tiere ins Tierheim.
Bis 11. November habe die Polizeidirektion Südwestsachsen für die Tiere gezahlt und dann an das Bundeskriminalamt verwiesen, sagte Vereinschefin Ruf der Nachrichtenagentur dpa. Anfangs seien auch Beamte des BKA gekommen, um Fotos von den Katzen zu machen und Speichelproben zu nehmen.
Für die Unterbringungskosten aber will das BKA nicht geradestehen. "Das Bundeskriminalamt ist weder Eigentümer noch Halter der Tiere und kann daher für die Kosten der Verwahrung nicht in Anspruch genommen werden", heißt es in einem Schreiben der Behörde vom 18. Januar. Der Tierschutzverein will die Ansprüche nun notfalls einklagen.