Politik
Werbung in Seoul: Ein südkoreanisches Nachrichtenmagazin beschäftigt sich in seiner Titelstory mit der Nordkorea-Krise.
Werbung in Seoul: Ein südkoreanisches Nachrichtenmagazin beschäftigt sich in seiner Titelstory mit der Nordkorea-Krise.(Foto: dpa)
Mittwoch, 13. September 2017

Nach nordkoreanischem Atomtest: Südkorea misst radioaktive Gase

Anfang des Monats testet Nordkorea nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe. Die Folgen sind auch Tage später noch in Südkorea wahrzunehmen: Radioaktives Xenon, das Seoul zufolge nicht aus natürlichen Quellen stammt.

Zehn Tage nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest haben südkoreanische Experten Spuren eines radioaktiven Gases entdeckt. An mehreren Messpunkten in Südkorea seien Xenon-133-Isotope festgestellt worden, die aus Nordkorea stammten, teilten die Behörden in Seoul mit. Allerdings könne man allein aus diesen Gasen keine Rückschlüsse darauf ziehen, welcher Sprengsatz getestet worden sei.

Xenon ist ein farbloses Gas, das in der Natur vorkommt und etwa bei der Produktion von Leuchtmitteln verwendet wird. Das nun entdeckte radioaktive Isotop stammt jedoch nicht aus natürlichen Quellen und wurde in der Vergangenheit bereits nach nordkoreanischen Atomtests aufgefunden.

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben Anfang des Monats eine Wasserstoffbombe getestet. Es war der sechste und bislang stärkste Atomtest. Auf Satellitenbildern waren massive Schäden am Testgelände zu sehen, wie das in Washington ansässige Forschungsprojekt 38North mitteilte. Es handle sich um die bislang schwersten Beschädigungen. Zudem habe es Aktivitäten an einer anderen Stelle gegeben, die Vorbereitungen für weitere unterirdische Tests sein könnten.

Der UN-Sicherheitsrat hatte als Reaktion auf den Atomtest am Montag weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. US-Präsident Donald Trump bezeichnete diese als lediglich kleinen Schritt, dem weitaus bedeutendere folgen müssten. Die Regierung in Pjöngjang kritisierte die Strafmaßnahmen dagegen über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA als Verletzung des Rechts auf Selbstverteidigung, die darauf abzielten, das Land und seine Bevölkerung durch eine vollständige wirtschaftliche Blockade zu ersticken.

Quelle: n-tv.de

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