Montag, 29. März 2010
Urnengang in Birma: Suu Kyis Partei boykottiert Wahl
Über 20 Jahre hat Suu Kyi für Demokratie in ihrem Land gekämpft. Vor wenigen Wochen schloss die Militärregierung die Friedensnobelpreisträgerin vom ersten Urnengang seit 1990 aus. Ihre Partei zieht nun die Konsequenz.Die birmanische Oppositionspartei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat den Boykott der Parlamentswahl beschlossen. Die Nationale Liga für Demokratie (NLD) habe entschieden, dass sie an dem ersten Urnengang seit zwei Jahrzehnten nicht teilnehmen werde, sagte ein Parteisprecher.
Die Militärregierung hatte Anfang März ein neues Wahlgesetz verabschiedet, nach dem niemand, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden ist, Mitglied einer politischen Partei sein darf. Für die NLD bedeutet dies, dass sie bis Ende April ihre langjährige Vorsitzende aus der Partei ausschließen muss – ansonsten darf sie bei der Wahl nicht antreten. Auch Staatsbeamte und Mönche haben nach dem Gesetz kein passives Wahlrecht.
Die nach wie vor unter Hausarrest stehende Suu Kyi verbrachte 14 der vergangenen 20 Jahre im Gefängnis oder unter Arrest. Der erste Urnengang in Birma seit 20 Jahren soll im Oktober stattfinden.
rpe/AFP
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Für Tibets Unabhängigkeit
Mönche zünden sich an
-
Premier wirbt für "Ja" bei Referendum
Irland entscheidet über Fiskalpakt
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer gehen ins Netz
-
Massaker in Hula, Kämpfe in Hama
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang