Politik
Ein Friedhof in der syrischen Stadt Homs - vor zerstörten Häusern.
Ein Friedhof in der syrischen Stadt Homs - vor zerstörten Häusern.(Foto: AP)

UN: Friedensgespräche Anfang März: Syrien und die Welt erwarten Waffenruhe

Die UN verkünden einen Termin für erneute Friedensgespräche, damit in Syrien das Töten irgendwann dauerhaft aufhört. Erste Bedingung: Die Einhaltung der Waffenruhe. Welche Rebellen eingewilligt haben, sagen USA und Russland nicht.

Die Friedensgespräche für Syrien sollen am 7. März wieder aufgenommen werden. Bedingung sei allerdings, dass die Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland, die seit Mitternacht Ortszeit (Freitag 23 Uhr MEZ) in Kraft ist, weitgehend eingehalten werde, sagte der UN-Sondervermittler Staffan de Mistura dem Weltsicherheitsrat in New York per Videoschaltung aus Genf. Zudem müsse der verbesserte Zugang für humanitäre Hilfsleistungen aufrecht erhalten bleiben.

Video

Anschließend verabschiedete der Sicherheitsrat einstimmig eine Resolution, die die Waffenruhe in Syrien begrüßt und unterstützt. Unstimmigkeiten zwischen den USA und Russland über den Text des Dokuments hatten zuvor den Beginn der Sitzung um rund eine Stunde verzögert, wie es aus westlichen Diplomatenkreisen hieß.

Amerikaner und Russen schweigen

Die USA wollen die Liste von fast 100 Rebellengruppen, die der Feuerpause im syrischen Bürgerkrieg zugestimmt haben, nicht veröffentlichen. Die Geheimhaltung geschehe auch auf Bitten einiger der Gruppen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner. Die "große Mehrheit" der Rebellengruppen habe der Vereinbarung zugestimmt, sagte er. "Die Russen haben sich verpflichtet, keine Luftschläge gegen Gruppen zu fliegen, die wir als moderate Opposition ansehen", fügte Toner hinzu. Zwischen Russland und den USA gibt es Unstimmigkeiten, welche Rebellen als moderat und welche als terroristisch einzustufen sind.

Kremlchef Wladimir Putin sagte, einzelne Kräfte in Syrien hätten bestätigt, die Feuerpause einhalten zu wollen. Wie die US-Amerikaner nannte auch er keine Details. Das russische Militär erwartet, dass die Waffenruhe in Syrien nur in sechs sehr kleinen Gebieten gelten wird. Gleichzeitig rechnet Russland weite Gebiete rund um die Stadt Aleppo der Terrororganisation Al-Nusra-Front zu, die weiter bekämpft werden darf. Dort sei mit einem Ende der russischen Luftangriffe nicht zu rechnen, schrieb das kritische Moskauer Internetportal "Conflict Intelligence Team". Die Experten bezogen sich auf ein Video des russischen Verteidigungsministeriums, in dem die entsprechende Karte eingeblendet wurde.   

Die Syrien-Friedensgespräche waren zuvor Anfang Februar nach nur wenigen Tagen abgebrochen und vertagt worden. Seit 2012 waren zwei ähnliche Verhandlungsrunden in Genf gescheitert. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert schon seit rund fünf Jahren an, mehr als 250.000 Menschen haben ihr Leben verloren.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen