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Friedensgespräche in Genf: Syrische Opposition sagt doch zu

Die syrische Opposition nimmt nun doch an den Friedensgesprächen in Genf teil. Das Hohe Verhandlungskomitee der Opposition - eine Allianz bewaffneter Assad-Gegner - will "rund 30 bis 35" Abgesandte schicken.

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Die wichtigste syrische Oppositionsgruppe HNC hat ihre Teilnahme an den Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland doch noch zugesagt. Der von Saudi-Arabien unterstützte Hohe Verhandlungsrat (HNC) kündigte am Abend an, er werde eine Delegation nach Genf entsenden. Der TV-Nachrichtensender al-Arabiya al-Hadath berichtete, der Sinneswandel sei durch Garantien der USA und der Vereinten Nationen zustande gekommen. Der HNC hatte ein Ende der Bombardierungen zur Vorbedingung für eine Teilnahme an den Genfer Verhandlungen gemacht.

Am Nachmittag hatte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura in Genf erste Gespräche mit Vertretern der syrischen Regierungsdelegation aufgenommen. Nach einer ersten Konsultationsrunde sagte der Diplomat, er gehe davon aus, am Sonntag mit einer Delegation der Opposition sprechen zu können. Das Hohe Verhandlungskomitee der Opposition - eine Allianz bewaffneter und ziviler Gegner der Regierung von Baschar al-Assad - werde "rund 30 bis 35" Abgesandte nach Genf schicken, sagte ein Vertreter des Komitees in Riad.

Bei den Gesprächen sollen Vertreter der Regierung und der Opposition nach fünf Jahren Bürgerkrieg unter Vermittlung der UN über die Zukunft des Landes verhandeln. Es ist der dritte Versuch, den Konflikt politisch zu lösen. Zuletzt fand Anfang 2014 ein Gipfel statt.

Zunächst sind indirekte Gesprächsrunden geplant, in denen de Mistura einzeln mit den verschiedenen Parteien spricht. Verhandlungen mit allen Seiten an einem Tisch stehen noch nicht an. Die erste Phase dürfte nach Einschätzung de Misturas zwei bis drei Wochen dauern und soll einen "echten Waffenstillstand" zum Ziel haben.

Quelle: n-tv.de

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