Politik
Bereits im Februar gab es Unterstützungs-Kundgebungen für Julia Timoschenko
Bereits im Februar gab es Unterstützungs-Kundgebungen für Julia Timoschenko(Foto: REUTERS)

Klitschko fordert Freilassung: Tausende bei Timoschenko-Demo

In der Ukraine formieren sich die Unterstützer Julia Timoschenkos zu einer Demonstration. Sie fordern den Abtritt von Präsident Viktor Janukowitsch und die Freilassung der Oppositionellen. Boxer Witali Klitschko spricht von einer "politischen Gefangenen".

Witali Klitschko
Witali Klitschko(Foto: dpa)

Mehrere tausend Menschen haben in der westukrainischen Stadt Lwiw für die Freilassung der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko und den Rücktritt von Präsident Viktor Janukowitsch demonstriert. In Sprechchören riefen sie: "Freiheit für Julia!" und "Janukowitsch raus!". Die Veranstalter sprachen von 10.000 Demonstranten, die Polizei von 3000. Zu der Kundgebung hatte Timoschenkos Vaterlandspartei aufgerufen. Es beteiligten sich auch die Partei Udar (Schlag) des Profiboxers Witali Klitschko sowie die rechtsextreme Swoboda (Freiheitspartei).

Der Oppositionsabgeordnete Klitschko rief die Europäische Union zu Strafmaßnahmen gegen die Führungseliten seines Landes auf. Er begründete seine Forderung gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit der "Verfolgung politischer Gegner sowie der Verletzung bürgerlicher Rechte und Freiheiten in der Ukraine". Dazu zählte er die Inhaftierung der ehemaligen Ministerpräsidentin Timoschenko und ihres Innenministers Juri Luzenko. "Timoschenko und Luzenko sind politische Gefangene", sagte der ukrainische Boxweltmeister.

Timoschenko verbüßt seit April 2011 eine siebenjährige Haftstrafe, zu der sie wegen Amtsmissbrauchs verurteilt wurde. Derzeit muss sie sich wegen Steuerbetrugs und Beihilfe zum Mord verantworten. Timoschenko, eine erbitterte Gegnerin Janukowitschs, beteuert ihre Unschuld.

Quelle: n-tv.de

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