Politik
"Nein zu Trump" - Demonstranten in London ziehen zum Amtssitz der Premierministerin in der Downing Street 10.
"Nein zu Trump" - Demonstranten in London ziehen zum Amtssitz der Premierministerin in der Downing Street 10.(Foto: REUTERS)
Samstag, 04. Februar 2017

London, Berlin, Paris: Tausende sagen "Nein zu Trump"

Die Kritik am US-Präsidenten reißt nicht ab. In mehreren europäischen Hauptstädten protestieren Menschen gegen den Einreisebann und Trumps Mauerpläne an der mexikanischen Grenze. Auch in Berlin finden Protestierende klare Worte für die US-Politik.

Tausende Menschen sind in London, Berlin und Paris wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Vor der US-Botschaft in London versammelten sich Tausende, um gegen Trumps Einreisestopp zu protestieren. Nein zum Rassismus", "Nein zu Trump", "Er lügt", war später auf Protestschildern am Trafalgar Square zu lesen. Der friedliche Protestzug endete in der Downing Street Nr. 10.

Proteste auch in Paris.
Proteste auch in Paris.(Foto: REUTERS)

Die Teilnehmer trugen Plakate mit Aufschriften wie "Muslime nicht zum Sündenbock machen" oder "Theresa May, schäme dich!". Den Marsch hatten mehrere Friedens- und religiöse Gruppierungen organisiert.

Die Proteste richteten sich auch gegen die von der britischen Premierministerin Theresa May ausgesprochene Einladung Trumps zum Staatsbesuch in Großbritannien. Sie forderten von May, diese zurückzuziehen. Trump hatte May kürzlich als seinen ersten Staatsgast empfangen.

"We in Berlin know walls don't work"

Laut Polizei blieb es friedlich.
Laut Polizei blieb es friedlich.(Foto: imago/Christian Ditsch)

Auch in Berlin gab es Proteste gegen Trump. Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich laut Polizei rund 1200 Menschen, Zwischenfälle gab es nicht. Demonstranten vor der US-Botschaft hielten auf Englisch verfasste Schilder hoch, auf denen sie ihren Unmut über das Dekret kundtaten. Auf einer großen US-Flagge stand "We say no" ("Wir sagen Nein") geschrieben.

Ein anderes Plakat spielte auf die Mauer an, die Trump an der Grenze zu Mexiko bauen will, um die USA gegen illegale Einwanderer abzuschotten: "We in Berlin know Walls Don't work" war auf dem Plakat zu lesen. Und auch in Paris protestierten rund tausend Menschen gegen das Trump-Dekret.

Auch in mehreren US-Städten protestierten wieder zahlreiche Menschen gegen das Einreiseverbot. So versammelten sich unter anderem in Washington, New York und Miami schätzungsweise mehrere Tausend Demonstranten.

Ein US-Bundesrichter hatte den Einreisebann am Freitag vorerst gestoppt. Bürgern aus dem Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen sollten Trumps Dekret zufolge für 90 Tage nicht mehr einreisen dürfen. Flüchtlingen aus aller Welt wurde die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. Die US-Regierung hat angekündigt, gegen die Entscheidung des Bundesrichters vorzugehen.

Quelle: n-tv.de

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