Donnerstag, 25. Oktober 2007
2,4 Billionen Dollar bis 2017: Teurer Krieg für USA
Der Rechnungshof des US-Kongresses hat die Gesamtausgaben für die Kriege im Irak und in Afghanistan bis 2017 auf 2,4 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) geschätzt. Bisher haben die USA für die Militäreinsätze in beiden Ländern 604 Milliarden Dollar (425 Milliarden Euro) ausgegeben, wie das Congressional Budget Office in Washington mitteilte. Davon entfielen nur etwa 30 Milliarden auf diplomatische Initiativen und Aufbauhilfen.
Das Weiße Haus wies die Schätzung als Spekulation zurück. Die Demokraten hingegen sprachen von einem Armutszeugnis für die Regierung von Präsident George W. Bush. Die Schätzung ist meilenweit entfernt von der ursprünglichen Behauptung einer Summe von 50 Milliarden Dollar, die die Iraker selbst bezahlen könnten, sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.
Die Schätzung ist die bislang am weitesten reichende Analyse der Kriegskosten. In der Projektion für die nächsten zehn Jahre geht der Rechnungshof davon aus, dass weiterhin eine große Zahl von Soldaten im Irak nötig sein wird. Selbst wenn in sechs Jahren nur noch 75.000 Soldaten im Irak stationiert wären, würde der US-Haushalt mit rund einer Billion Dollar (700 Milliarden Euro) für militärische und diplomatische Kosten sowie mit 705 Milliarden Dollar (495 Milliarden Euro) für Zinszahlungen fällig.
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