Montag, 03. November 2008
Dalai Lama: Bin gescheitert: Tibeter suchen neuen Weg
Der Dalai Lama sieht den Kampf um eine größere Autonomie Tibets als gescheitert an. Auf einer Pressekonferenz in Tokio sagte das geistliche und weltliche Oberhaupt der Exiltibeter, mit seiner bisherigen Herangehensweise habe er keinen Erfolg gehabt.
Gleichzeitig nehme die Kritik daran innerhalb der tibetischen Gemeinde zu. Über den weiteren politischen Kurs gegenüber China solle nun eine Konferenz mit Vertretern aller Strömungen der Tibeter im Exil am 17. November im indischen Dharamsala befinden. Viele junge Aktivisten treten für Tibets Unabhängigkeit von China ein und lehnen den gemäßigten Weg des Dalai Lamas ab.
Die Unterdrückung in Tibet nehme zu, und sein Vertrauen in die chinesische Regierung werde immer geringer, sagte der Dalai Lama weiter. Der 73-jährige Friedensnobelpreisträger war am Freitag zu einem einwöchigen Besuch in Japan eingetroffen. Er lebt seit 1959 im indischen Exil.
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