Samstag, 10. Oktober 2009
Iran lässt Oppositionelle töten: Todesurteile für Demonstranten
Im Iran sind drei Demonstranten zum Tode verurteilt worden, die gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl protestiert hatten.
Eine Frau zeigt das Bild des Obersten Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei.
(Foto: AP)
Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte es im Iran die schwersten Unruhen seit dem Sturz des Schahs vor drei Jahrzehnten gegeben. Bei der Niederschlagung der Proteste wurden nach amtlichen Angaben 30, nach Angaben von Regierungskritikern 72 Menschen getötet. Etwa 140 Teilnehmer der Protestbewegung müssen sich vor Gericht verantworten.
Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) stieg die Zahl der Hinrichtungen weltweit, obwohl immer mehr Länder die Todesstrafe abschaffen. Das teilte ai anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe mit. Während 2007 1252 Menschen hingerichtet wurden, waren es im vergangenen Jahr 2390. Mehr als 20.000 Menschen sitzen derzeit weltweit im Todestrakt.
Zum harten Kern der Staaten, die Menschen und hinrichten, gehören China, Iran, Saudi-Arabien, Pakistan und die USA. 2008 waren diese fünf Länder für 93 Prozent aller Hinrichtungen verantwortlich. Weiterhin wird in China die Todesstrafe auf häufigsten vollstreckt. Dort droht die Hinrichtung für 68 verschiedene Vergehen. Im Iran wurden nach Beobachtungen von Amnesty International allein seit den Präsidentenwahlen im Juni mindestens 115 Todesurteile vollstreckt.
dpa/AFP
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Kleine Runde beim Berlinale-Empfang
Filmszene lässt Wulff im Stich
-
Mission ist beendet
Arabische Liga bricht mit Syrien
-
Duisburg schickt OB in die Pension
Sauerland ist abgewählt
-
Geld für Griechenland
Seehofer will Volk fragen
-
Streit um Länderfinanzausgleich
Kretschmann würde vermitteln
-
Laufzeitverlängerung
Frankreich hält an AKW fest
-
Vorwurf der Datenlöschung
BKA setzt sich zur Wehr
-
Tage des Durchatmens
Romney siegt zweifach
-
Arabische Liga berät über Vorgehen
Iran pumpt Geld nach Syrien
-
Vorstoß aus der CDU
Kinderlose sollen zahlen
-
Sieg bei CPAC-Konferenz und in Maine
Romney gewinnt doppelt
-
US-Haushalt 2013
Obama will Geld von Reichen
