Samstag, 20. März 2010
Im Bund und in NRW: Trittin lehnt Schwarz-Grün ab
Rein rechnerisch könnte Schwarz-Grün in Nordrhein-Westfalen im Bereich des Möglichen liegen. Doch der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Trittin, wehrt sich vehement gegen derartige Spekulationen und spricht von einer "abwegigen Vorstellung".Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, hat Spekulationen über schwarz-grüne Bündnisse sowohl für Nordrhein-Westfalen als auch für den Bund eine klare Absage erteilt. Der "Bild am Sonntag" sagte er: "Die Vorstellung, man könnte mit den Grünen koalieren und gleichzeitig Gorleben zum Endlager ausbauen und die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, ist abwegig."
Erhebliche Differenzen gebe es auch in der Bildungspolitik. "Wer mit uns regieren will, kann in der Energie- und Bildungspolitik nicht das Gegenteil unserer Vorstellungen durchsetzen wollen", so Trittin weiter. Lob dagegen für den SPD-Chef: Sigmar Gabriel sei jemand, "mit dem wir konkurrieren, aber auch politische Gemeinsamkeiten entwickeln können, sagte Trittin.
Löhrmann: CDU "verlässlicher Partner"
Die Spitzenkandidatin der Grünen in NRW, Sylvia Löhrmann, hatte sich kürzlich noch wesentlich pragmatischer geäußert und für die Landtagswahl in NRW möglichst viele Optionen offen gelassen. "Wenn es für Rot-Grün nicht reichen sollte, dann müssen wir ausloten, in welcher Konstellation es die größte Zustimmung geben kann", sagt Löhrmann im Interview mit n-tv.de. In den Kommunen habe sich die CDU als "verlässlicher Partner" erwiesen. "Zudem hat sich die Union in bestimmten gesellschaftlichen Fragen bewegt", so Löhrmann.
Rein rechnerisch ist bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai jüngsten Umfragen zufolge ein schwarz-grünes Bündnis möglich. Laut ZDF-Politbarometer bevorzugen in NRW 30 Prozent eine schwarz-grüne Verbindung.
ghö/dpa/AFP
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