Politik
Trump am Samstag in Davenport.
Trump am Samstag in Davenport.(Foto: AP)

Arm und ungebildet: Trump punktet vor allem bei Unzufriedenen

Mit populistischen Parolen macht Donald Trump schon jetzt ziemliche erfolgreich Wahlkampf. Eine neue Umfrage zeigt: Sein Versprechen Amerika "wieder großartig" zu machen, erreicht vor allem diejenigen, die in der US-Gesellschaft um ihren Platz kämpfen müssen.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidaturen der Republikaner und Demokraten können die Außenseiter Donald Trump und Bernie Sanders einer Umfrage zufolge vor allem auf unzufriedene Amerikaner bauen. Bei Trump sind es 87 Prozent und bei Sanders 54 Prozent, wie eine Ipsos-Umfrage für die Nachrichtenagentur Reuters ergab.

Insgesamt beklagten dabei etwa 73 Prozent der potenziellen Wähler, dass sich ihr Land auf dem falschen Weg befinde. Den Demoskopen zufolge sind die unzufriedenen Bürger weißer, ärmer und weniger gebildet als die Gesamtbevölkerung. Sie unterstützen seltener Kandidaten, die bereits in der Politik aktiv gewesen sind.

Parteiübergreifend gibt es in der Gruppe zudem ein tiefes Misstrauen gegen Hillary Clinton, die seit über zwei Jahrzehnten auf der politischen Bühne steht. Unterschiede gibt es allerdings bei der Einschätzung, wo die größten Probleme der USA liegen: Während es für Sanders' Anhänger die Einkommensungleichheit und das Gesundheitssystem sind, sind es für das Trump-Lager Einwanderer und ausländische Terroristen. Der Milliardär Trump und der selbst ernannte Sozialist Sanders galten noch vor wenigen Monaten gegen Clinton oder den früheren Gouverneur von Florida, Jeb Bush, chancenlos.

Umfragen zufolge haben sie in der Wählergunst aber aufholen können. Erste Trends, wer für Demokraten und Republikaner antritt, könnte es am Montag gaben. Dann findet im Bundesstaat Iowa eine Urwahl beider Parteien statt. Sie ist der Beginn der Vorwahlphase, in der Bewerber Delegiertenstimmen ihrer Partei sammeln. Gewählt wird am 08. November.

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Quelle: n-tv.de

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