Politik

Viele müssten gar nichts zahlen: Trump stellt sein Steuersystem vor

Donald Trumps Vermögen wird auf vier Milliarden Dollar geschätzt. Da ist es naheliegend, dass bei seinen Steuerplänen die Superreichen ganz gut wegkommen. Auch die unteren Einkommensklassen sollen entlastet werden.

Trump begegnet mit seinem Steuerplan dem Vorwurf, seine Kampagne wäre inhaltsleer.
Trump begegnet mit seinem Steuerplan dem Vorwurf, seine Kampagne wäre inhaltsleer.(Foto: imago/UPI Photo)

Der republikanische Multimilliardär Donald Trump will im Fall seiner Wahl zum US-Präsidenten die Einkommensteuern für Millionen Menschen drastisch senken - für viele sogar auf Null. Wenig überraschend: Auch die Reichen kämen in den Genuss niedrigerer Steuersätze, wenn Trump das Sagen hätte. Das Staatsdefizit soll sich trotz der generösen Steuerpolitik nicht erhöhen.

Finanzieren will der Immobilienmogul die Erleichterungen hauptsächlich durch eine Schließung der meisten Steuerschlupflöcher und deutlich verringerte Steuerabzüge. Zudem sollen Unternehmen eine einmalige niedrige Steuer von zehn Prozent auf im Ausland geparkte Profite zahlen. Das soll sie dazu ermuntern, ihre Gelder in die USA zu transferieren und dort in die Wirtschaft zu pumpen. Trump, der das Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber knapp anführt, stellte seinen Steuerplan in New York vor. Das Programm werde dazu beitragen, Amerika wieder groß und reich zu machen, sagte er.

Vereinfachungen für Firmen

Dem Plan zufolge sollen Einzelpersonen mit einem Jahreseinkommen bis zu 25.000 Dollar (etwa 23.000 Euro) - bei Paaren gilt die doppelte Summe - keine Einkommensteuer mehr in die Bundeskasse zahlen müssen. Das würde nach den Berechnungen des Trump-Lagers etwa 31 Millionen Haushalte betreffen, die bisher zumindest etwas Steuern zahlen müssen. Der Höchst-Einkommensteuersatz soll dem Plan zufolge bei 25 Prozent liegen. Derzeit beträgt er fast 40 Prozent. Die Unternehmenssteuer will Trump einheitlich auf 15 Prozent festsetzen - egal, ob eine Firma klein oder groß ist. Die Obergrenze liegt gegenwärtig bei 35 Prozent.

Trumps Pläne sind nicht allzu weit von den Vorschlägen seines Konkurrenten Jeb Bush entfernt. Der plädiert ebenfalls für drei Einkommensteuersätze, der höchste soll bei 28 Prozent liegen.

Quelle: n-tv.de

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