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Donald Trump schaut beim Einlochen in Schottland künftig auf Windräder.
Donald Trump schaut beim Einlochen in Schottland künftig auf Windräder.(Foto: REUTERS)

Schottlands "törichte Mentalität": Trump verliert im Windpark-Streit

Für Donald Trump hat der Golfurlaub in Schottland künftig einen ärgerlichen Schönheitsfehler: Der US-Milliardär muss nach jahrelangem Rechtsstreit Windanlagen in Sichtweite seines Luxus-Resorts akzeptieren. Grund genug für eine handfeste Drohung.

Donald Trump hat den Kampf gegen einen Windpark vor seinem Luxus-Golfclub an der schottischen Küste verloren. Das höchste britische Gericht wies in London seine Klage gegen das geplante Projekt ab - zuvor hatte der US-Immobilienmilliardär bereits vor zwei Instanzen Niederlagen einstecken müssen. Das Argument des umstrittenen US-Präsidentschaftbewerbers: Die Windkraftanlagen würden die Aussicht von seinem Menie Estate Golf-Resort in Aberdeenshire in Nordost-Schottland ruinieren.

Trump hat zwei Luxus-Golfresorts in Schottland.
Trump hat zwei Luxus-Golfresorts in Schottland.(Foto: dpa)

Ein Sprecher von Trumps Unternehmen sagte, das Urteil veranschauliche die "törichte, engstirnige und beschränkte Mentalität, die bei den gefährlichen Windkraft-Experimenten der derzeitigen schottischen Regierung vorherrscht". Der schottische Energieminister Fergus Ewing begrüßte derweil den Gerichtsentscheid und erklärte, damit könne die Erdöl-Stadt Aberdeen zur "Energiehauptstadt Europas" werden.

Trump droht mit Baustopp

Unklar ist nun die Zukunft des Resorts selbst: Denn bereits in der Vergangenheit hatte Trump damit gedroht, seine Pläne für den weiteren Ausbau der Hotel- und Ferienanlage zu stoppen - für den Fall, dass der Windpark tatsächlich gebaut wird. Trump betreibt derzeit zwei Golfresorts in Schottland. Seine Mutter stammt aus dem Landesteil.

Das Verhältnis zwischen Trump und Schottland ist besonders durch seine Forderung nach einem vorläufigen US-Einreiseverbot für Muslime merklich abgekühlt. Die schottische Regierung stellte ihre Zusammenarbeit mit dem US-Milliardär im Rahmen des Netzwerks GlobalScot ein und erklärte, er sei "nicht länger geeignet", für Schottland zu werben. Die Universität von Aberdeen entzog ihm zudem die Ehrendoktorwürde. Mehr als 560.000 Menschen unterzeichneten eine Petition mit der Forderung nach einem Einreiseverbot für Trump nach Großbritannien.

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Quelle: n-tv.de

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