Politik
Donald Trump freut sich darauf, der Kanzlerin zu helfen.
Donald Trump freut sich darauf, der Kanzlerin zu helfen.(Foto: picture alliance / Michael Kappe)
Dienstag, 04. Juli 2017

Versprechen an Merkel: Trump will G20-Gipfel zum Erfolg machen

Geht es um die Klima- und Handelspolitik der USA, rechnet niemand mit Zugeständnissen des US-Präsidenten Trump beim G20-Gipfel - auch Kanzlerin Merkel nicht. Doch in einem Telefonat mit der CDU-Chefin gibt sich Trump kooperativ. Er wolle Merkel helfen, sagt er.

Trotz kontroverser Ansichten zu Themen wie Klimaschutz oder Handelspolitik hat US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel seine Unterstützung beim G20-Gipfel in Hamburg zugesagt. In einem Telefonat der beiden am Montag (Ortszeit) habe Trump gesagt, er freue sich darauf, Kanzlerin Merkel zu helfen, den Gipfel zu einem Erfolg zu machen, teilte das Weiße Haus mit. Die beiden hätten in einem ausführlichen Gespräch Themen wie Klima, eine Initiative zu Förderung von Unternehmerinnen sowie Handel angesprochen, darunter die weltweite Überkapazität von Stahl.

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Es wird damit gerechnet, dass Trump wegen seiner isolationistischen Handels- und Wirtschaftspolitik sowie der kontroversen US-Klimapolitik für Streit bei dem Treffen am 7. und 8. Juli sorgen könnte. Merkel hatte Trumps Linie bereits mehrfach deutlich kritisiert, ohne aber seinen Namen zu nennen. Die Kanzlerin richtet ihren ersten G20-Gipfel im eigenen Land aus. Sie hatte die Erwartungen an die Gespräche mit Trump bereits am Montag gedämpft: "Wir kennen ja bestimmte Positionierungen der amerikanischen Regierung, und da erwarte ich nicht, dass wegen einer zweitägigen Reise nach Hamburg diese Positionierungen ausgesetzt werden und sich im Kommuniqué plötzlich wiederfinden", so Merkel.

Die Bundesregierung hatte zuvor Pläne für ein Treffen Merkels mit Trump noch vor dem G20-Gipfel bestätigt. Merkel führt bereits seit Tagen eine ganze Reihe von Vorgesprächen mit Gipfelteilnehmern. So hatte es vergangene Woche ein Treffen mit den europäischen G20-Mitgliedern gegeben, zudem telefonierte die Kanzlerin nach Angaben der Bundesregierung am Freitagnachmittag mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Am Dienstag und Mittwoch will Merkel die Präsidenten Chinas, Xi Jinping, sowie Südkoreas, Moon Jae In, treffen.

Verfassungsschutz warnt vor Spionage

Anders als zuletzt erwartet wird Brasiliens Präsident Michel Temer nun wohl doch an dem Gipfel teilnehmen. Das verlautete am Montag aus dem Präsidentenpalast in Brasilia. Temer war vergangene Woche wegen Korruptionsverdacht von Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot als erster Präsident Brasiliens während der Amtszeit angeklagt worden. Das Verfahren war als Grund für seinen Verzicht auf die Reise zum G20-Gipfel angeführt worden.

Derweil öffnete sich kurz vor dem Gipfel ein weiteres Konfliktfeld. Der Verfassungsschutz warf Teilnehmerländern wie Russland, China und der Türkei wachsende Spionageaktivitäten in Deutschland vor. "Die Russische Föderation, die Volksrepublik China und die Islamische Republik Iran sind die Hauptakteure der gegen Deutschland gerichteten Spionageaktivitäten", heißt es im neuen Verfassungsschutzbericht, den Innenminister Thomas de Maizière im Laufe des Tages in Berlin vorstellen will. Genannt wird in diesem Zusammenhang auch die Türkei.

Quelle: n-tv.de

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