Politik
Donald Trump will Amerika wieder groß machen.
Donald Trump will Amerika wieder groß machen.(Foto: dpa)

Versprechen gebrochen: Trump will niemanden mehr unterstützen

Im vergangenen Jahr hatte Donald Trump eine Loyalitätsgarantie abgegeben und sich dadurch eine Menge Glaubwürdigkeit in seiner Partei verschafft. Jetzt will er davon nichts mehr wissen und ist sich selbst der Nächste.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will entgegen seiner Zusage nun doch keinen anderen nominierten Kandidaten seiner Partei unterstützen. "Nein, ich mache es nicht mehr", sagte Trump bei einer Veranstaltung auf die Frage, ob er noch hinter seinem Versprechen stehe, jeden nominierten Republikaner bei der Präsidentschaftswahl zu unterstützen. Im Gegenzug erwarte er auch nicht, dass sein Parteirivale Ted Cruz ihn unterstütze, sollte er als Präsidentschaftskandidat gekürt werden, betonte der umstrittene Milliardär.

Die im September abgegebene Loyalitätsgarantie hatte Trump Glaubwürdigkeit in seiner Partei verschafft. Auch seine Rivalen hatten die Unterstützung jedes Nominierten zugesichert.

Die Aufkündigung der Unterstützungszusage wird als Zeichen einer sich verschärfenden Auseinandersetzung zwischen Trump und seinem stärksten Widersacher Cruz gewertet. Der texanische Senator wollte sich nicht dazu äußern, ob er dagegen seine Zusage einhalten wolle.

Der Rechtspopulist Trump hatte zuletzt seinen Vorsprung im Rennen um die Kandidatur seiner Partei weiter ausgebaut. Bei den Demokraten stärkte Ex-Außenministerin Hillary Clinton ihre Favoritenrolle.

Erst am Osterwochenende hatte Trump erneut von sich reden gemacht. In einem Fernsehinterview stellte er die Existenz der Nato infrage. Die Allianz sei überholt, sagte er dem Sender ABC. Zudem machte er sich dafür stark, Japan und Südkorea den Bau von Atomwaffen zu erlauben, damit sie sich ohne die USA gegen China und Nordkorea verteidigen könnten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen