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An der deutsch-tschechischen Landesgrenze in Bayern
An der deutsch-tschechischen Landesgrenze in Bayern(Foto: picture alliance / dpa)

Übungsname: "Die Welle": Tschechien probt Abwehr an der Grenze

Im vergangenen Jahr hat Tschechien 71 Flüchtlingen Asyl gewährt. Um nicht an der Grenze überrascht zur werden, probt das Land den Ernstfall: Wer Asyl beantragen will, darf bleiben. Anderen wird der Zutritt verwehrt.

Rund 220 Polizisten und Zollbeamte haben in Tschechien einen Grenzschutz-Einsatz geprobt. Das Szenario der Übung "Die Welle" sah die Ankunft einer größeren Zahl von Flüchtlingen vor. Ziel sei die Erprobung der "gesetzlichen Möglichkeiten, die wir gegenüber illegalen Migranten haben", sagte Polizeipräsident Tomas Tuhy.

Neben modernen Überwachungsgeräten kamen bei der Übung an der südlichen Landesgrenze zu Österreich auch Statisten zum Einsatz, die mit Gefangenentransportern in Aufnahmelager gebracht werden sollten. An zwei Grenzübergängen zu Österreich wurde die Registrierung von Migranten in Zelten geübt.

"Wir stellen fest, ob jemand Asyl in Tschechien beantragen will, und wenn nicht, wird ihm der Zutritt auf das Staatsgebiet verweigert", erläuterte der Leiter der Ausländerpolizei, Milan Majer, das geplante Vorgehen.

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien und anderen Ländern führt indes bisher an Tschechien vorbei. Im vorigen Jahr gewährte das Land nur 71 Menschen Asyl.

Quelle: n-tv.de

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