Freitag, 22. Januar 2010
120 Festnahmen bei Großeinsatz: Türkei geht gegen Al-Kaida vor
Bei zeitgleichen Razzien in 16 türkischen Provinzen werden zahlreiche Al-Kaida-Mitglieder festgenommen sowie Waffen und Dokumente sichergestellt.
(Foto: picture alliance / dpa)
Bei einem Großeinsatz gegen mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida in der Türkei haben türkische Sicherheitskräfte landesweit 120 Verdächtige festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, sind unter den Festgenommenen auch mehrere ranghohe Mitglieder von türkischen Al-Kaida-Zellen. Außerdem seien bei den Razzien in 16 Provinzen Waffen und Dokumente gefunden worden.
Laut Anadolu ist unter den Verdächtigen auch ein Mann, der Rekruten für Al-Kaida in Afghanistan anwerbe. Es handele sich um einen Akademiker, der auf dem Campus der Universität von Van und im Internet für das Terrornetzwerk aktiv sei. In der osttürkischen Stadt seien zudem vier weitere Verdächtige festgenommen worden. In der Südprovinz Gazianthep seien fünf Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, darunter ein Mann, der mutmaßlich erst vor Kurzem in einem afghanischen Ausbildungslager gewesen sei.
Erst am Montag hatte die Polizei 34 Verdächtige in Ankara und Adana im Süden des Landes festgenommen, von denen 25 weiter in Untersuchungshaft sitzen.
AFP
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