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Die Türkei hat sich wie andere Staaten auch als Vermittler in der Krise angeboten.
Die Türkei hat sich wie andere Staaten auch als Vermittler in der Krise angeboten.(Foto: dpa)

Vermittlerrolle in Katar-Krise: Türkischer Außenminister reist nach Doha

Die von Saudi-Arabien und anderen Ländern gegen Katar verhängten Sanktionen missbilligt die Türkei. Präsident Erdogan bezeichnet sie als "Todesstrafe" für das Emirat und stellt sich auf dessen Seite. Außenminister Cavusoglu will vermitteln.

Inmitten der diplomatischen Krise zwischen Katar und seinen Nachbarländern reist der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in das Golfemirat. Cavusoglu werde sich in Doha mit Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani und mit Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani treffen, teilte das türkische Außenministerium mit. Thema sind demnach die "jüngsten Entwicklungen in der Region". Die Türkei hatte sich wie andere Staaten auch als Vermittler in der Krise angeboten.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten vergangene Woche ihre Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt. Begründet wurde das Vorgehen mit Katars Verbindungen zu "Terrororganisationen" wie der Hamas und der Muslimbruderschaft. Besonders Saudi-Arabien ärgert zudem, dass Katar seinen harten Kurs gegen den Iran nicht mitträgt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die gegen Katar verhängten Sanktionen am Dienstag scharf kritisiert. "Ein Land in allen Bereichen zu isolieren, ist unmenschlich und widerspricht dem Islam", sagte Erdogan in Ankara. Gegen Katar sei "in gewisser Weise die Todesstrafe" verhängt worden. Die Türkei sieht die Entwicklungen mit großer Sorge. Erdogan hatte bereits am Freitag die Aufhebung der Blockade gefordert.

Quelle: n-tv.de

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