Politik
Niemandsland zwischen Nord- und Südkorea.
Niemandsland zwischen Nord- und Südkorea.(Foto: REUTERS)
Freitag, 29. September 2017

Nordkoreas Bomben: UN: Jüngster Atomtest ist globale Bedrohung

Die UN-Atomenergiebehörde spricht nach einem mutmaßlichen Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea von einer globalen Bedrohung. Russland will vermitteln: In Moskau trifft der Chef der Nordamerika-Abteilung von Pjöngjang einen russischen Diplomaten.

Der jüngste Atomtest Nordkoreas stellt nach Einschätzung der UN-Atomenergiebehörde eine neue globale Bedrohung dar. Er zeige, dass das isolierte Land bei der Waffenentwicklung schnelle Fortschritte mache, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano nach einem Treffen mit dem südkoreanischen Außenminister Kang Kyung Wha in Seoul. "Am wichtigsten ist nun, dass die internationale Gemeinschaft zusammensteht."

Nordkorea hatte am 3. September den bisher größten Atomtest durchgeführt. Ob es sich wirklich wie behauptet um eine Wasserstoffbombe handelte, ist auch nach Amanos Worten unklar. Immer wieder lässt die Regierung in Pjöngjang auch Raketen erproben. Damit sollen auch die USA erreicht werden können. Wegen des Atom- und Raketenprogrammes gibt es bereits zahlreiche internationale Sanktionen gegen Nordkorea, die vom UN-Sicherheitsrat beschlossen wurden.

Der Konflikt kommt auch zur Sprache, wenn heute der russische Diplomat Oleg Burmistrow den Chef der Nordamerika-Abteilung im nordkoreanischen Außenministerium, Choe Son Hui, in Moskau trifft. Eine Sprecherin des russischen Außenamtes gab zunächst keine Einzelheiten zu dem geplanten Treffen bekannt. Im Anschluss werde das Ministerium aber eine Erklärung veröffentlichen.

Russland hatte in der vergangenen Woche für einen Vorschlag geworben, wonach Nordkorea seine Waffentests aussetzt. Zugleich sollen Südkorea und die USA Manöver absagen. Damit soll der Weg zu Verhandlungen geebnet werden.

Quelle: n-tv.de

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