Politik

"Nur weil man eine Frau ist": US-Soldatinnen wollen kämpfen

"Im heutigen Amerika gibt es immer noch Dinge, die man nicht tun darf, nur weil man eine Frau ist." Das sagt die Marineinfanteristin Zoe Bedell, die als Soldatin in den Kampfeinsatz ziehen möchte. Gemeinsam mit drei Kolleginnen klagt sie gegen die Ungleichbehandlung.

Elizabeth Gill, Jennifer Hunt, Zoe Bedell und Colleen Farrell (im Hintergrund) wollen die gleichen Rechte wie ihre männlichen Kollegen einklagen.
Elizabeth Gill, Jennifer Hunt, Zoe Bedell und Colleen Farrell (im Hintergrund) wollen die gleichen Rechte wie ihre männlichen Kollegen einklagen.(Foto: AP)

Amerikanische Frauen wollen endlich als Soldatinnen in Kampfeinsätze ziehen dürfen. "Es ist kaum zu glauben, dass es im heutigen Amerika immer noch Dinge gibt, die man nicht tun darf, nur weil man eine Frau ist", erklärte die Marineinfanteristin Zoe Bedell auf einer Pressekonferenz in San Francisco.

Die US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) reichte im Namen der vier Soldatinnen Elizabeth Gill, Jennifer Hunt, Colleen Farrell und Zoe Bedell Klage gegen das Verteidigungsministerium wegen des Verbots von Kampfeinsätzen für Frauen ein. In der Klageschrift heißt es, ein Jahrhundert nach dem Wahlrecht werde den Frauen der wichtige Bestandteil des Staatsbürgertums verwehrt, gleichberechtigt bei der Verteidigung ihres Landes dienen zu dürfen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, es werde laufend geprüft, auf welchen Gebieten Frauen eingesetzt werden könnten.

Im US-Heer beträgt der Frauenanteil zum Beispiel etwa 14 Prozent. Nach Vorschriften aus dem Jahr 1994 sind sie von Kampfeinsätzen ausgeschlossen. Allerdings zeigen die Kriege in Afghanistan und im Irak, dass eine klare Trennung in Kampf- und andere Einsätze oft nicht zu ziehen ist. Der Klage zufolge sind Hunderttausende aus den Konflikten zurückkehrende Veteraninnen wegen des Verbots viele Karrieremöglichkeiten im US-Militär verwehrt. In der Luftwaffe sind 99 Prozent der Stellen für Frauen offen, bei den Marines und im Heer dagegen etwa 70 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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