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Michelle Obama und Joe Biden halten Barack Obama den Rücken frei.
Michelle Obama und Joe Biden halten Barack Obama den Rücken frei.(Foto: picture alliance / dpa)

US-Präsident, Vize und First Lady: Das Dreigestirn der Macht

Politik in den USA ist fokussiert auf eine einzige Person: den Präsidenten des Landes. Dabei hat auch er immer ein ganzes Team an seiner Seite, das ihn berät. Die beiden wichtigsten Mitstreiter des Präsidenten sind dabei sein Vize und seine Frau.

Der US-Präsident gilt als mächtigster Politiker der Welt. Zu seinen wichtigsten Helfern zählen der Vizepräsident und seine Ehefrau, die First Lady. Doch welche Rechte und  Pflichten haben diese Akteure eigentlich genau?

Der Präsident ist mit einer Fülle von Kompetenzen und Aufgaben ausgestattet: Er ist gleichzeitig Staatsoberhaupt, Regierungschef mit Richtlinienkompetenz, oberster Verwaltungschef eines gigantischen Behördenapparats und Oberbefehlshaber der Streitkräfte mit alleiniger Verfügungsgewalt über die Atomwaffen der Supermacht. Anders als der Präsident ist die deutsche Bundeskanzlerin nur Chefin der Exekutive. Ihre Minister leiten ihre Ressorts eigenverantwortlich, während der Präsident nur mit "Sekretären" arbeitet. Die Kanzlerin kann kein Veto gegen Gesetze einlegen und auch nicht eigenmächtig Truppen entsenden.

Der Vizepräsident ist von der Verfassung ohne großes Eigengewicht ausgestattet. Streng genommen hat er nur eine Aufgabe: den Vorsitz im Senat, der zweiten Parlamentskammer. Dort kann seine Stimme den Ausschlag geben. Andere Aktivitäten sind vom Wohlwollen des Präsidenten abhängig. Wie der gegenwärtige Vize durften sich auch viele seiner Vorgänger mit politischen Alltagsgeschäften befassen. Seine große Stunde kommt, wenn der Präsident ausfällt und der Vize mit allen Rechten an dessen Stelle tritt. Zuletzt geschah dies 1974, als Gerald Ford den zurückgetretenen Richard Nixon ersetzte.

Die First Lady ist als Ehefrau näher am Präsidenten als jeder andere. In ihrem unbezahlten Job ist sie traditionell die Gastgeberin im Weißen Haus und kümmert sich neben der Familie auch um Wohltätigkeitsveranstaltungen. Im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen halten sich die First Ladies mittlerweile auf politischem Gebiet kaum mehr zurück. Die gegenwärtige First Lady, Michelle Obama, reist als Wählkämpferin ihres Mannes durchs Land und streitet für eine bessere Gesundheitsfürsorge von Kindern. Hillary Clinton, First Lady der Jahre 1993 bis 2001, wurde noch stark angefeindet, als sie im Auftrag ihres Mannes für eine Gesundheitsreform stritt.

Quelle: n-tv.de