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Hollande hat Spaß. Zumindest sorgt seine Grußbotschaft an US-Präsident Obama für Lacher. (Archivbild)
Hollande hat Spaß. Zumindest sorgt seine Grußbotschaft an US-Präsident Obama für Lacher. (Archivbild)(Foto: REUTERS)

"Merde" - Glückwunsch mit Lapsus: Hollande gratuliert Obama

Dass es Spitzenpolitiker nicht so mit Fremdsprachen haben, ist in Deutschland kein Geheimnis. Und auch in Frankreich sorgt die politische Führung für Lacher, wenn es darum geht, sich beispielsweise auf Englisch zu verständigen. Präsident Hollande steht da seinem Vorgänger Sarkozy in nichts nach.

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Der Glückwunsch des französischen Präsidenten François Hollande an seinen US-Kollegen Barack Obama zu dessen Wiederwahl hätte besser ausfallen können. Im Internet hagelte es spöttische Kommentare über die Schlussformel, die Hollande handschriftlich anfügte: "friendly, François Hollande". Auf Englisch klingt dies unbeholfen und müsste "friendly yours" heißen.

Hollande wählte die Floskel, die vertraut und freundlich wirken sollte, offenbar in Anlehnung an das französische "amicalement" ("freundschaftlich"). Der Glückwunsch wurde vom Elysée-Palast in Paris als Twitter-Nachricht verbreitet. Es ist zu sehen, wie der Präsident persönlich mit dem Wort "friendly" unterzeichnet.

Inhaltlich sagte die Glückwunschbotschaft Hollandes an den alten und neuen US-Präsidenten Obama aus, die Wiederwahl sei eine "klare Entscheidung für ein offenes, solidarisches Amerika (...), das sich der Herausforderungen unseres Planeten bewusst ist: Frieden, Wirtschaft und Umwelt".

Hollandes Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy hatte sich im Januar 2010 einen ähnlichen Schnitzer geleistet, als er zu US-Außenministerin Hillary Clinton bei Regenwetter sagte "sorry for the time". Die Fehlleistung kam offenbar zustande, weil Sarkozy die  Doppelbedeutung des französischen Wortes "temps" für Zeit und Wetter in der Eile durcheinanderbrachte.

Nicht nur in Frankreich sorgen Politiker, die sich in Fremdsprachen versuchen, für Spott und ungewollte Lacher. Erst jüngst machte etwa Bundesumweltminister Peter Altmeier mit der "Energy-Wende" von sich reden. Aber auch über EU-Kommissar Günther Oettingers Englisch wurde bereits gewitzelt. Außenminister Guido Westerwelle bevorzugt deshalb auch die deutsche Sprache.

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Quelle: n-tv.de