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Der Sinneswandel des PräsidentenObama greift auf PACs zurück

07.02.2012, 13:52 Uhr
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Obama braucht mehr Geld für seinen Wahlkampf. (Foto: REUTERS)

Es ist ein vielsagender Sinneswandel: Weil die Republikaner erfolgreich mit "Political Action Committees" (PAC) Spenden sammeln und Wahlkampf machen, will sich US-Präsident Barack Obama nun auch dieses Mittels bedienen. "Wir müssen uns der Realität, wie sie das Gesetz schreibt, stellen", erklärt Wahlkampfmanager Jim Messina in einer aktuellen Botschaft an Unterstützer. Und entschuldigend fügt er hinzu: "Wir werden nicht nach zweierlei Regeln spielen."

Die Pacs galten bisher als die größte Bedrohung für die Wiederwahl des Präsidenten. Die schattenhaften Organisationen werden häufig von ehemaligen Mitarbeitern der Kandidaten geführt und sind gigantische Spendensammler, die unbegrenzt viel Geld in die Wahl stecken dürfen. Einzige Auflage: Sie dürfen sich nicht mit den Kampagnen der Kandidaten absprechen – was jedoch kaum nötig ist, schließlich steht man auf derselben Seite. Es ist ein politisches Machtinstrument, dass vor allem die Republikaner glänzend beherrschen. Vor allem Mitt Romney profitiert von dieser Dollar-Flut. Der ihm nahestehende PAC "Restore Our Future" hat 2011 über 30 Millionen Dollar eingesammelt und für Werbung in Romneys Sinne ausgegeben.

Die Republikaner kritisierten nun den Schritt der Demokraten: "Unverschämt zynisch" sei Obamas Sinneswandel, sagte ein Sprecher der konservativen Lobbygruppe "American Crossroads". Die wird übrigens von Karl Rove, dem Ex-Berater von George W. Bush, geführt – und hat allein 2011 bereits 18 Millionen Dollar Spenden für die Republikaner gesammelt.

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Quelle: ssc