Politik
Die Riege der Bewerber, von links nach rechts: Mitt Romney,  Rick Perry, Newt Gingrich und Rick Santorum
Die Riege der Bewerber, von links nach rechts: Mitt Romney, Rick Perry, Newt Gingrich und Rick Santorum(Foto: REUTERS)

"Hören Sie auf damit": Romney scharf attackiert

Die Umfragen sehen ihn vorn, doch seine Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur geben sich noch nicht geschlagen. Bei einer Fernsehdebatte steht Romney im Kreuzfeuer. Besonderer Angriffspunkt: die Karriere des Multimillionärs.

Kurz vor der nächsten Vorwahl der US-Republikaner gerät Favorit immer schärfer seiner innerparteilichen Rivalen. Bei einer Fernsehdebatte nahmen Romneys Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur besonders die Karriere des Multimillionärs als Investor ins Visier.

Der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, und der texanische Gouverneur Rick Perry warfen dem Spitzenreiter vor, bei millionenschweren Firmenkäufen und -verkäufen zahlreiche Jobs vernichtet zu haben. Perry verlangte von dem Ex-Gouverneur von Massachusetts zudem, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Der Ex-Senator Rick Santorum hielt Romney vor, in Werbespots die politische Sicht von Rivalen verzerrt darzustellen. "Hören Sie auf damit!", sagte er.

Der Wirtschaftsfachmann Romney gilt nach Siegen bei Vorwahlen in Iowa und auch nach landesweiten Umfragen als aussichtsreichster Anwärter auf den Posten des republikanischen Herausforderers von Präsident Barack Obama.

Bei der nächsten Vorwahl an diesem Samstag im Südstaat South Carolina sehen Umfragen Romney deutlich vor seinen vier verbliebenen Konkurrenten. Ein von der Polit-Webseite realclearpolitics.com ermittelter Durchschnitt mehrerer Umfragen sieht Romney vor der Abstimmung in South Carolina klar mit knapp 30 Prozent in Führung - obwohl ihm gerade Erzkonservative und die religiöse Rechte skeptisch gegenüberstehen. Dahinter folgt mit rund 22 Prozent Newt Ginrich.

Neben der Vorwahl in South Carolina hat er auch bei der darauffolgenden Abstimmung in Florida am 31. Januar gute Chancen auf einen Sieg. Der frühere US-Botschafter in China, hatte am Montag nach enttäuschendem Wahlkampf das Handtuch geworfen und sich hinter Romney gestellt.

Quelle: n-tv.de