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Romneys Lösung: mehr gute Jobs.
Romneys Lösung: mehr gute Jobs.(Foto: REUTERS)

Jobversprechen in den "Swing States": Romney und Obama geben alles

Zwei Tage vor der Wahl zeigen die US-Präsidentschaftskandidaten noch einmal Präsenz in den Swing States. Kämpferisch thematisieren Obama und Romney vor allem eines: die Arbeitslosigkeit. Ob mit Erfolg oder nicht, bleibt weiterhin spannend.

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US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney haben weiter intensiv um die Wählergunst in den entscheidenden Schlüsselstaaten geworben. Zwei Tage vor der Wahl absolvierten die Kontrahenten jeweils Kundgebungen in fünf Bundesstaaten und legten dafür mehrere tausend Kilometer zurück. Etappen waren unter anderen die "Swing States" Ohio, New Hampshire, Florida, Colorado und Iowa, in denen ein besonders knapper Ausgang der Wahl erwartet wird.

"Noch zwei Tage und dann machen wir uns an die Arbeit", rief Romney vor rund 4000 Anhängern in Des Moines (Iowa). Obama glaube, dass die Lösung in "mehr Staat" bestehe. Tatsächlich aber bestehe die Lösung in mehr guten Jobs. In Cleveland (Ohio) sagte Romney später, erstmals seit vier Jahren würden die Unternehmer des Landes wieder wissen können, "dass der Präsident der Vereinigten Staaten sie liebt". Zu den Aussichten Obamas auf eine Wiederwahl sagte Romney: "Das ist möglich, aber wenig wahrscheinlich."

"Arbeit noch nicht beendet"

Obama begann seine Wahlkampftour am Morgen in New Hampshire. Es seien viele Fortschritte in den vergangenen vier Jahren gemacht worden, sagte der Amtsinhaber. "Solange aber auch nur ein Amerikaner, der Beschäftigung sucht, keine finden kann, ist unsere Arbeit noch nicht beendet", sagte Obama. Nun liege es an den Wählern, über die Weichenstellungen für die kommenden Jahrzehnte zu entscheiden.

Bestimmt wird der US-Präsident nicht nach Prozentanteilen, sondern nach Wahlmännerstimmen, welche die Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten erringen müssen. In den 50 Staaten und der Hauptstadt Washington sind insgesamt 538 Wahlmännerstimmen zu vergeben, für den Sieg gebraucht werden 270.

Die Spannung konzentriert sich auf rund zehn "Swing States", in denen beide Kontrahenten Chancen auf einen Sieg haben. Die wichtigsten Bundesstaaten auf der Kippe sind wegen ihrer hohen Zahl von Wahlmännerstimmen Florida (29), Ohio (18) und Virginia (13).

Quelle: n-tv.de