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Obama und Romney - das Rennen ist noch nicht gelaufen.
Obama und Romney - das Rennen ist noch nicht gelaufen.(Foto: AP)

Warum der Präsident dennoch siegt: Romney und Obama gleichauf

Eine Umfrage von CNN sieht Obama und Romney bei jeweils 49 Prozent. Glaubt man dem Statistik-Experten der "New York Times", hat Obama bei einer solchen Ausgangslage die Wahl mit hoher Wahrscheinlichkeit so gut wie gewonnen.

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Die Präsidentschaftswahl in den USA bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer aktuellen Umfrage des Nachrichtensenders CNN liegt Amtsinhaber Barack Obama bei 49 Prozent, sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney kommt auf ebenfalls 49 Prozent der Stimmen.

Bei der Beliebtheit kommt Obama auf 52 Prozent, Romney auf 51 Prozent. Zudem sagen 51 Prozent der Befragten, sie stimmten bei wichtigen Themen mit Obama überein. 50 Prozent sagen dies über Romney. 56 Prozent sagen, Obama habe die persönlichen Qualitäten, die ein Präsident haben sollte, 55 Prozent sagen dies über Romney.

Nach einer Analyse der "New York Times" sehen die Umfrageinstitute insgesamt Obama durchschnittlich 1,3 Prozentpunkten vor Romney. Ausgewertet wurden zwölf nationale Umfragen der letzten 24 Stunden.

Bei einem Patt gewinnt Obama - statistisch gesehen

Verfasser der Analyse ist der Statistik-Experte der "New York Times", Nate Silver. Er weist darauf hin, dass Obama schon seit zwei oder drei Wochen in den Umfragen in den "Swing States" zulege. Dagegen nehme die Zustimmung zu Obama in Staaten ab, die für den Ausgang der Wahl keine Rolle spielen, weil die Ergebnisse dort ohnehin feststehen - in Kalifornien zum Beispiel, wo die Demokraten gewinnen werden, oder in Texas, wo der Sieg für die Republikaner sicher ist.

Auf der Basis statistischer Berechnungen schreibt Silver, dass Obama bei einem Patt in der Zahl der landesweit abgegebenen Stimmen mit 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit die Mehrheit im Gremium der Wahlmänner und -frauen erringen wird. Romney bräuchte für eine Mehrheit im "Electoral College" mindestens einen Prozentpunkt mehr als Obama im landesweiten Ergebnis. Wohlgemerkt: Dies sind statistische Berechnungen, in den USA gilt das Prinzip des "Winner takes all" - der Sieger in einem Bundesstaat erhält alle Wahlmännerstimmen, die dieser Staat zu vergeben hat.

Auf der Ebene konkreter Umfragedaten liegt Obama im Schicksalsstaat Ohio nach einer Auswertung des Portals "National Polls" in sieben von acht November-Umfragen vorn - schlecht für Romney, denn noch nie ist ein Republikaner Präsident geworden, der nicht Ohio gewonnen hat. In Florida, das ebenfalls als absolutes Muss für Romney gilt, hatte der Herausforderer dagegen mehrheitlich die Nase vorn.

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Quelle: n-tv.de