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Bibo ist ungewollt zwischen die Fronten geraten.
Bibo ist ungewollt zwischen die Fronten geraten.(Foto: REUTERS)

Unpolitisches Federvieh: Sesamstraße: Bibo ist neutral

Dass es im US-Wahlkampf bisweilen skurril zugehen kann, ist bekannt. Die Posse um Sesamstraßen-Figur Bibo zeigt es einmal wieder. Die Front verläuft so: Republikaner Romney will den Riesenvogel einsparen, Demokrat Obama ihn retten. Und Bibo selbst? Der ist es leid, für Wahlkampfzwecke missbraucht zu werden.

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Die beliebte US-Kinderserie Sesamstraße will nicht zum Nebenschauplatz des Präsidentschaftswahlkampfes werden. Die Macher der Sendung forderten US-Präsident Barack Obama auf, einen neuen TV-Werbespot mit Sesamstraßen-Vogel Bibo (Big Bird, dt: großer Vogel) abzusetzen.

"Wir unterstützen keinen Kandidaten", erklärte die im Bildungsbereich tätige, gemeinnützige Produktionsfirma "Sesame Workshop". Man wolle sich nicht an politischen Aktionen beteiligen. "Wir haben keine Wahlkampfspots genehmigt und haben gemäß unserer üblichen Praxis darum gebeten, den Spot abzusetzen."

Obama for Big Bird

Die Bitte werde geprüft, sagte die Sprecherin des Wahlkampfteams von Obama, Jen Psaki. Obama werde "weiter für Big Bird kämpfen", der Wahlkampf drehe sich aber um ernstere Themen.

In dem Werbespot macht sich das Obama-Lager über das von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney vorgeschlagene Sparprogramm lustig. Dieser hatte während der TV-Debatte gesagt, er werde den Geldhahn für den mit Steuergeldern unterstützten Sender PBS zudrehen, auf dem die Sesamstraße seit Jahrzehnten läuft.

Wall Street oder Sesame Street

"Ich liebe Big Bird." Aber: "Ich werde nicht weiterhin Geld für Dinge ausgeben, um dafür Geld aus China leihen". Damit hatte Romney den Zorn vieler US-amerikanischer Sesamstraßen-Fans auf sich gezogen.

In dem Werbespot wird Bibo als "groß, gelb und eine Bedrohung für unsere Wirtschaft" beschrieben. "Mitt Romney weiß, dass man sich nicht über die Wall Street Sorgen machen muss, sondern über die Sesamstraße", heißt es.

Romney konterte in einem Interview mit dem Sender CNN: "Der Präsident spricht darüber, Big Bird zu retten. Ich werde darüber sprechen, Arbeitsplätze zu retten."

Quelle: n-tv.de