Santorum und Gingrich schwächen Anti-Romney-LagerSieg dank rechter Sturheit
Wenn zwei sich streiten, freut sich Mitt Romney. Seinen Sieg bei der Vorwahl in Nevada hat der Ex-Gouverneur auch dem Ehrgeiz von Gingrich und Santorum zu verdanken: Beide teilen sich die konservativen Wähler und machen es Romney leicht. Zusammen wären sie eine Gefahr für den Mormonen.
"Ich glaube, dass eine großer Mehrheit der Republikaner im Land eine Alternative zum Moderaten aus Massachusetts wollen", sagte Gingrich am Wahlabend in Nevada. Gemeint war Mitt Romney, den Gingrich als "pro Waffenkontrolle, pro Abtreibung, pro Steuererhöhung" bezeichnet, ohne ihn beim Namen zu nennen. "Diese Debatte wird noch lange weitergehen", fügte der ihm typischen Selbstsicherheit hinzu, deswegen bleibe er im Rennen. Da stand Gingrichs Niederlage in Nevada allerdings bereits fest, und mit jeder Stunde, die im Glücksspielstaat weitere Stimmen ausgezählt werden, wird klar: Er hat recht - nur nicht so, wie er es sich vorstellt.
Gingrich kommt in Nevada voraussichtlich auf rund 26 Prozent der Stimmen. Rick Santorum, der in Nevada kaum Wahlkampf betrieben hatte, erhält rund 13 Prozent. Und beide finden die meiste Unterstützung bei streng konservativen Republikanern. Das zeigen Umfragen unter Wählern ab Tag der Stimmenabgabe, wie sie zum Beispiel die "New York Times" durchführt.
Weiterlesen: Wie Santorum und Gingrich das Anti-Romney-Lager unter sich aufteilen.