Politik
IS-Kämpfer im Sommer 2014 in Rakka.
IS-Kämpfer im Sommer 2014 in Rakka.(Foto: AP AP)

"Völkermörderisch im Selbstverständnis": USA: IS begeht Genozid

Mit brutaler Gewalt geht die Terrormiliz IS in den den von ihr besetzten gebieten gegen Christen, Jesiden und Schiiten vor. Für die USA nun Anlass genug, die Verbrechen mit deutlichen Worten zu geißeln.

Die Vereinigten Staaten haben die Verbrechen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gegen Christen, Jesiden und Schiiten in Syrien und im Irak als "Völkermord" eingestuft. Die IS-Miliz sei "völkermörderisch in ihrem Selbstverständnis, in ihrer Ideologie und in ihrem Handeln", sagte US-Außenminister John Kerry in Washington. Die Dschihadisten würden außerdem "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" begehen.

Das US-Repräsentantenhaus hatte die Regierung am Montag in einer einstimmig verabschiedeten Resolution aufgefordert, die Gräueltaten der IS-Miliz offiziell als "Völkermord" zu bezeichnen. Die Dschihadisten kontrollieren weite Landesteile im Irak und in Syrien und riefen in den von ihnen beherrschten Gebieten einen islamischen Gottesstaat aus.

Die USA fliegen seit dem Sommer 2014 gemeinsam mit Verbündeten Luftangriffe auf IS-Stellungen. Für den Kampf am Boden setzt Washington auf die irakischen Streitkräfte, kurdische Verbände sowie die gemäßigte Opposition gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Sie werden von US-Spezialkräften unterstützt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen