Donnerstag, 10. Juli 2008
Ächtung von Streubomben: USA ändern Waffen erst 2018
Nach der Ächtung von Streubomben auf der Konferenz von Dublin haben die USA jetzt Konsequenzen gezogen. Das US-Verteidigungsministerium änderte seine bisherigen Vorschriften und ordnete an, dass künftig mindestens 99 Prozent der Sprengsätze bei Streubomben sofort explodieren müssen. Allerdings gelte diese Anordnung erst nach 2018 verbindlich, teilte das Pentagon offiziell mit.
Das Ministerium forderte die Armee aber auf, alle Bomben, die diesen neuen Anforderungen nicht entsprechen, "sobald wie möglich" zu zerstören.
Streubomben gelten als eine der weltweit verheerendsten Waffenarten. Ziel der Neuregelung ist es, "unkontrollierte Explosionen" Monate oder gar Jahre nach dem Abwurf der Streubomben zu verhindern. Dabei werden häufig vor allem Zivilisten getötet oder verletzt.
Ende Mai hatten sich mehr als 100 Länder in Dublin auf ein internationales Verbot von Streubomben verständigt. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon stellte sich hinter die Forderung. Die Hauptproduzenten von Streumunition - die USA, China, Russland, Israel, Indien und Pakistan - wollen dem Vertrag von Dublin allerdings bis auf weiteres nicht beitreten.
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Arbeitslose sollen nach Deutschland
Brüderle will Spanier ausbilden
-
Für Tibets Unabhängigkeit
Mönche zünden sich an
-
Premier wirbt für "Ja" bei Referendum
Irland entscheidet über Fiskalpakt
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer gehen ins Netz
-
Massaker in Hula, Kämpfe in Hama
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben