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Hier bereiten regierungstreue Kämpfer einen Angriff auf IS-Stellungen bei Sirte vor.
Hier bereiten regierungstreue Kämpfer einen Angriff auf IS-Stellungen bei Sirte vor.(Foto: dpa)

Jagd auf Terror-Anführer: USA bombardieren IS offenbar in Libyen

Bei einem Luftschlag in Libyen werden Dutzende IS-Kämpfer getötet. Den Angriff haben einem Bericht zufolge US-Kampfflugzeuge geflogen. Sie sollen es auf einen Anführer der Terrormiliz abgesehen haben.

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In Libyen sind bei einem Luftangriff auf mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mehr als 40 Menschen getötet worden. Ein "nicht identifiziertes" Flugzeug habe am Freitagmorgen ein Haus in Sabratha westlich der Hauptstadt Tripolis bombardiert, teilte ein Vertreter der Stadtverwaltung weiter mit. In dem Haus hatten sich demnach mutmaßliche IS-Kämpfer aufgehalten. Die meisten Toten stammten den Angaben zufolge aus Tunesien.

Wie die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf einen westlichen Vertreter berichtete, wurde der Angriff von US-Kampfflugzeugen geflogen. Er richtete sich demnach gegen einen hochrangigen Dschihadisten aus Tunesien, der im vergangenen Jahr an zwei Anschlägen in dem Nachbarland beteiligt gewesen sein soll. Ob er getötet wurde, ist nicht bekannt. Im November war bei einem US-Luftangriff in Libyen der dortige IS-Chef Abu Nabil getötet worden.

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von zahlreichen bewaffneten Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und Tripolis um die Macht. Der IS nutzt die Lage, um sich in dem nordafrikanischen Land auszubreiten. Die US-geführte internationale Koalition gegen den IS hatte angekündigt, sie wolle ihren Kampf gegen die Terrormiliz intensivieren und deren Machtausweitung im Krisenland Libyen um jeden Preis verhindern.

Quelle: n-tv.de

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