Politik

Iran bestreitet Vorwürfe: USA hegen Atomverdacht

Die USA gehen davon aus, dass der Iran zwei geheime große Atomanlagen errichtet hat. Das berichtet der n-tv Partnersender CNN unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Kommerzielle Satelliten-Aufnahmen, die im September gemacht worden seien, zeigten eine Atomanlage nahe der iranischen Stadt Natanz und eine weitere bei Arak.

Die Größe und Art der Anlagen legten nach Auffassung von US-Atomexperten den Verdacht nahe, dass der Iran dabei sein könnte, eine nukleare Waffe zu bauen.

"Es sieht ganz danach aus, als ob der Iran an sehr großen Nukleareinrichtungen arbeitet, die der Gewinnung von Material zum Atomwaffenbau dienen könnten", zitierte CNN den Atomexperten David Albright vom Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (ISIS). Nach CNN-Informationen hat sich die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) um eine Inspektion der Anlagen bemüht, sei bisher jedoch von Teheran abgewiesen worden.

Der Iran erklärte, die Reaktoren dienten ausschließlich zivilen Zwecken. Die Behauptungen seien nur die Wiederholung "altbekannter Propaganda mit dem Ziel, die Welt von den zionistischen Drohungen gegen die Region zu diesem sensiblen Zeitpunkt abzulenken", zitierte die offizielle Nachrichtenagentur IRNA den Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi. Regierungssprecher Abdullah Ramesansadeh betonte, dass alle Atomanlagen des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken dienten und unter der Kontrolle der IAEO stünden.

Die USA betrachten den Iran als das Land, das Terrorgruppen am aktivsten unterstützt. Zusammen mit dem Irak und Nordkorea bildet die Regierung in Teheran nach Auffassung von US-Präsident George W. Bush eine "Achse des Bösen", weil sie sich um Massenvernichtungswaffen bemühten und Terrorismus unterstützten.

ISIS veröffentlichte die Erkenntnisse über und Bilder von den beiden Anlagen auf seiner Website. "Es besteht die Gefahr, dass der (iranische) Versuch einen kompletten Energiekreislauf zu bekommen das Ziel hat, das Potenzial für die Produktion der zwei Hauptkomponenten für atomare Sprengstoffe zu entwickeln", heißt es in einer Erklärung des Instituts.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen