Politik
Die vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Bilder sollen Angriffe auf Öl-Trucks bei Aleppo zeigen.
Die vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Bilder sollen Angriffe auf Öl-Trucks bei Aleppo zeigen.(Foto: REUTERS)

Fregatte "Augsburg" startet Einsatz: USA und Russen bombardieren IS-Ölanlagen

Neue Luftangriffe der USA zielen auf die Einnahmequellen der Terrormiliz IS: Das Militär bombardiert in Syrien mehrere Ölanlagen. Auch Moskau meldet hunderte Angriffe auf IS-Stellungen. Inzwischen ist ein deutsches Kriegsschiff auf dem Weg ins Kriegsgebiet.

Die von den USA geführte Allianz hat in Syrien mehrere Ölanlagen unter Kontrolle der radikal-islamischen IS-Miliz angegriffen. 26 Angriffe seien am Donnerstag geflogen worden, teilte das US-Militär mit. Im Visier seien unter anderem ein Ölfeld in der Nähe von Abu Kamal und eine Öl- und Gasanlage bei Dair es-Sor gewesen. Auch andere Stellungen des sogenannten Islamischen Staates seien attackiert worden.

Der französische Präsident Hollande bei einem Überraschungsbesuch auf dem Flugzeugträger.
Der französische Präsident Hollande bei einem Überraschungsbesuch auf dem Flugzeugträger.(Foto: AP)

Die US-geführte Allianz zerstörte nach Angaben des US-Militärs auch Stellungen des IS im Irak. Die Extremisten haben weite Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und über die Staatsgrenzen hinweg ein Kalifat ausgerufen.

Die russische Luftwaffe flog ebenfalls Angriffe auf die IS-Miliz. Knapp 1500 "terroristische Ziele" in Syrien seien von 26. November bis 4. Dezember angegriffen worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die insgesamt 431 Angriffe hätten IS-Stellungen in den Provinzen Aleppo, Idlib, Latakia, Hama, Homs, Rakka und Deir es-Sor gegolten.

Fast 50 Tote bei Bombardements

Die Fregatte "Augsburg" - hier in Wilhelmshaven im vergangenen Jahr - soll den französischen Flugzeugträger im Mittelmeer schützen.
Die Fregatte "Augsburg" - hier in Wilhelmshaven im vergangenen Jahr - soll den französischen Flugzeugträger im Mittelmeer schützen.(Foto: dpa)

Derweil meldet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, dass bei neuen Bombardements von Rebellenhochburgen nahe der syrischen Städte Damaskus und Homs mindestens 46 Menschen getötet worden seien. Demnach gab es in zwei Ortschaften östlich der Hauptstadt nach den Luftangriffen mutmaßlich syrischer Kampfjets rund 35 Tote. Unter den Opfern seien sechs Kinder, hieß es.

Nördlich von Homs seien bei Luftschlägen von Regierungstruppen mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Die Menschenrechtsbeobachter berufen sich auf ein Aktivisten-Netzwerk im ganzen Land. Die Informationen lassen sich kaum überprüfen.

Hollande besucht Flugzeugträger

Zu einem Überraschungsbesuch ist Frankreichs Präsident Francois Hollande auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" gelandet. Das Kriegsschiff liegt im östlichen Mittelmeer vor der syrischen Küste und soll an den Militäraktionen im Irak und Syrien mitwirken. Jagdbomber vom Typ Rafale fliegen von dem 260 Meter langen Schiff Angriffe auf IS-Stellungen im Irak und in Syrien.

Die deutsche Fregatte "Augsburg" soll den französischen Flugzeugträger beschützen. Sie hat sich nur wenige Stunden nach der Verabschiedung des Mandats für den Syrien-Einsatz der Bundeswehr im Mittelmeer auf den Weg gemacht. Das Schiff sei aus dem Hafen der sizilianischen Stadt Augusta ausgelaufen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Sie werde sich ab Sonntag unter französischen Kommando befinden. In Augusta seien zuvor zwei Hubschrauber an Bord genommen worden.

Das Syrien-Mandat sieht vor, dass die Bundeswehr unter anderem mit sechs Aufklärungsjets, einem Tankflugzeug und einer Fregatte der internationalen Koalition im Kampf gegen den IS hilft. Direkte deutsche Angriffe sind nicht vorgesehen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen