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Mittwoch, 12. Juli 2017

"Gegen Aggressionen verteidigen": USA verkaufen Patriot-Raketen an Rumänien

Das Verhältnis zwischen der Nato und Russland ist angespannt. Erst recht, seitdem das Bündnis im Baltikum ein Manöver veranstaltet. Dass Rumänien nun von den USA Patriot-Raketen im Wert von mehreren Milliarden Dollar erhält, dürfte Moskau auch nicht gefallen.

Das US-Außenministerium hat grünes Licht für den Verkauf von Flugabwehrsystemen an Rumänien gegeben. Mit den Patriot-Raketen werde das Land seine Fähigkeit stärken, sich "gegen Aggressionen zu verteidigen", erklärte das State Department. Das Geschäft hat ein Volumen von 3,9 Milliarden Dollar. Der US-Kongress muss dem Verkauf noch zustimmen, doch gilt es als unwahrscheinlich, dass die Abgeordneten den Rüstungsexport in das Nato-Land blockieren.

Die Ankündigung erfolgt inmitten anhaltender Spannungen mit Russland. Die USA hatten jüngst für ein Nato-Manöver erstmals Patriot-Raketen in Litauen stationiert. An der Nato-Übung "Tobruq Legacy 2017" im Baltikum nehmen bis zum 22. Juli Soldaten aus Litauen, Polen, Großbritannien und den USA teil. Weitere Teile der Übung finden in Tschechien und Rumänien statt.

Moskau reagiert

Russland hat für September großangelegte Militärmanöver in Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad angekündigt, die an Litauen und Polen grenzt.

Im vergangenen Jahr stationierte Moskau Iskander-Raketen bei Kaliningrad, die Atomsprengköpfe tragen können. Nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und dem russischen Vorgehen in der Ostukraine hatte dies die Nato-Mitglieder in der Region zusätzlich alarmiert.

In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Warschau den Verkauf von Patriot-Raketen an die polnische Regierung angekündigt. Trump bekräftigte in seiner Rede auch sein Bekenntnis zum Beistandspakt der Nato.

Quelle: n-tv.de

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