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Politik

Dienstag, 06. Dezember 2005

Entführungsfall Osthoff: USA wollen helfen

Im Irak haben Terroristen einen weiteren westlichen Ausländer verschleppt. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira zeigte ein Videoband, auf dem ein blonder Mann zu sehen ist. Die "Islamische Armee im Irak" erklärte, der Mann sei Amerikaner und habe als Sicherheitsberater gearbeitet. Die Entführer drohten mit der Ermordung der Geisel in den nächsten Tagen, falls die US-Armee nicht alle irakischen Gefangenen freilassen sollte.

Damit sind im Irak innerhalb von elf Tagen insgesamt sieben westliche Ausländer entführt worden. Am 15. Dezember finden im Irak Parlamentswahlen statt, die ersten für eine volle vierjährige Legislaturperiode. Experten gehen davon aus, dass bis dahin noch weitere Ausländer entführt werden.

Kein Lebenszeichen gibt es bislang von der deutschen Geisel Susanne Osthoff, die am 25. November im Nordirak verschleppt worden war. Die USA versprachen der Bundesregierung geheimdienstliche Hilfe bei den Bemühungen um Osthoff. In ihrem Gespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice habe sie eine entsprechende Bitte geäußert, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Das ist selbstverständlich von der amerikanischen Außenministerin zugesagt worden."

Nach Worten der US-Ministerin werden die USA alles in ihrer Macht Stehende tun, die Geisel zu retten. Der US-Nachrichtendienst im Irak werde Hilfe leisten. Sie hoffe auf ein glückliches Ende der Entführung.

Osthoff ist am 25. November gemeinsam mit ihrem irakischen Fahrer verschleppt worden. Seither fehlt von ihnen jede Spur. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gelang es noch nicht, einen Kontakt zu den Tätern herzustellen.

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