Politik
(Foto: REUTERS)

Afghanistan: Bittere Bilanz für 2012: Über 1000 Soldaten sterben

Die Armee Afghanistans steht vor ihrer Bewährungsprobe: Im kommenden Jahr soll sie alleine für die Sicherheit im Land verantwortlich sein. Bislang läuft es für die Truppe aber nicht gut – in diesem Jahr sterben mehr als 1000 der Soldaten.

In Afghanistan sind in diesem Jahr nach Angaben des Verteidigungsministeriums 1056 afghanische Soldaten im Einsatz getötet worden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Offensive der Taliban nach ihrem Sturz 2001. Drei Viertel der Getöteten sei bei Explosionen von Landminen oder Straßenbomben ums Leben gekommen. Afghanische Truppen würden häufiger Opfer von Landminen als ausländische Soldaten, weil ihre Ausrüstung schlechter sei.

Die afghanische Armee- und Polizeikräfte sind den Angaben zufolge in drei Vierteln des Landes für die Sicherheit zuständig. Ab Mitte 2013 sollen sie im gesamten Land die Verantwortung übernehmen. Die Armee besteht derzeit aus 195.000 Soldaten. Sie verfüge nun auch über mehr und bessere Ausrüstung, etwa moderne Panzer. Allerdings fehlten eine starke Luftwaffe und Artillerie sowie Techniker und ein eigener Geheimdienst.

Die afghanische Armee sowie die NATO-Truppen kämpfen derzeit unter anderem mit zunehmenden "Angriffen von innen", also Angriffe afghanischer Soldaten auf internationale Truppen und westliche Ausbilder.

Die radikalislamischen Taliban waren 2001 von der Macht vertrieben worden. Seitdem führen sie einen Aufstand gegen die von den USA unterstützte Regierung. Die NATO-Truppen wollen bis Ende 2014 aus dem Land abziehen.

Quelle: n-tv.de

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