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Wessen "Objekte" durchlöcherten den Flug MH17?
Wessen "Objekte" durchlöcherten den Flug MH17?(Foto: picture alliance / dpa)

Millionen liegen bereit: Unbekannte bieten Kopfgeld für MH17-Täter

Seit Monaten rätselt alle Welt über die Verantwortlichen des Absturzes von MH17 in der Ostukraine. Nun habe Unbekannte 30 Millionen US-Dollar für Hinweise auf die Hintermänner ausgelobt. Das Geld liegt auf einer Schweizer Bank. Ein Deutscher koordiniert die Kopfgeldjagd.

Eine privat finanzierte Fahndung nach den Hintermännern des MH17-Absturzes in der Ostukraine hat begonnen. Dies berichtet das Magazin "Capital". Mitwisser sollen im Tausch gegen eine riesige Geldsumme und ein neues Leben Informationen über den Hergang und die Verantwortlichen preisgeben.

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Nach wie vor beschuldigen sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig, für den Absturz verantwortlich zu sein: Kiew bezichtigt Russland sowie die Abtrünnigen im Osten des Landes, Moskau und die Separatisten schieben der ukrainischen Regierung die Schuld zu.

Das Passagierflugzeug mit 298 Menschen an Bord war über dem Konfliktgebiet in der Ostukraine abgestürzt, alle Insassen starben. Der Untersuchungsbericht eines niederländischen Teams legt die Vermutung nahe, dass die Maschine abgeschossen wurde. Das Flugzeug wurde durchlöchert, es zerbrach noch in der Luft. Trotz dieser Erkenntnisse bleibt die Frage: Wer ist verantwortlich, und wer deckt diese Personen?

Nun soll der deutsche Privatermittler Josef Resch herausfinden, was wirklich geschah, berichtet "Capital". Die Auftraggeber sind demnach anonym.

Der Ermittler soll Hinweise sammeln und auswerten - und ist überzeugt, die Mitwisser der Tat locken zu können. Neben den 30 Millionen Dollar bieten die anonymen Auftraggeber den Hinweisgebern auch eine neue Identität. "Jeder ist käuflich, es ist nur eine Frage der Summe", wird Resch vom Magazin zitiert. Zum Vergleich: Für den entscheidenden Hinweis zum Aufenthaltsort Osama bin Ladens waren 25 Millionen Dollar ausgelobt.

Die Dutzenden Millionen für die Enthüller der MH17-Drahtzieher liegen "Capital" zufolge bei einer Schweizer Bank bereit. Es habe mehrere Treffen mit den Auftraggebern in verschiedenen Ländern gegeben, ein Mittelsmann habe mit Schweizer Akzent gesprochen, so Resch.

Der Deutsche vermutet eine politische oder wirtschaftliche Motivation hinter dem Angebot. Resch habe bereits 40.000 Euro als Anzahlung erhalten, schreibt das Magazin. Weitere 460.000 kämen hinzu, sollte er erfolgreich sein.

Quelle: n-tv.de

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