Politik
Angela Merkel hat Punkte verloren, aber sie und ihre Partei erhalten laut Umfrage dennoch die meiste Zustimmung.
Angela Merkel hat Punkte verloren, aber sie und ihre Partei erhalten laut Umfrage dennoch die meiste Zustimmung.(Foto: imago/Christian Thiel)

Stern-RTL-Wahltrend: Union stabil, AfD bleibt zweistellig

Das Meinungsbild der Deutschen steht: Die Regierungsparteien kommen zwar gemeinsam auf eine Mehrheit, doch die AfD hat sich bei 10 Prozent eingependelt. Noch sehr viel mehr Menschen würden sich allerdings fürs Nichtwählen entscheiden.

Wenn am vergangenen Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre, hätte es keine Überraschungen gegeben. In der vierten Kalenderwoche 2016 entscheiden sich 36 Prozent der von Forsa befragten Wähler für die CDU/CSU, die stärkste politische Kraft im Land bliebe. Das ergibt die Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und Stern, bei der 2501 Menschen befragt wurden. Auch bei der SPD tut sich nichts, sie verharrt bei 24 Prozent wie in der Vorwoche. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und liegt bei 9 Prozent Zustimmung, Grüne und AfD erreichen jeweils 10 Prozent. Knapp würde es weiterhin die FDP in den Bundestag schaffen, sie erreicht 5 Prozent.

Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt in diesem Bild allerdings 34 Prozent. Jeder Dritte weiß also nicht, wen er wählen würde, oder würde aus Prinzip nicht wählen gehen. 6 Prozent würden andere als die genannten Parteien wählen.

Nur über den längeren Vergleichszeitraum zeigen sich die Tendenzen klar: Die Union stand zum selben Zeitpunkt ein Jahr zuvor satte 6 Prozentpunkte höher in der Wählergunst. Gewonnen hat dagegen deutlich die AfD, die Mitte 2015 nicht einmal den Einzug in den Bundestag geschafft hätte. Die neuesten Zahlen geben allerdings noch keine Auskunft darüber, ob die jüngsten Äußerungen von AfD-Chefin Frauke Petry zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge der Partei schaden.

Gleichbleibender Pessimismus

So ist es auch bei der Kanzlerpräferenz. Angela Merkel würden 43 Prozent der Befragten direkt als Kanzlerin wählen, Sigmar Gabriel nur 15 Prozent. Die Kanzlerin hat dabei seit Jahresbeginn 5 Prozentpunkte verloren. Groß ist auch die Gruppe der Wähler, die weder Merkel noch Gabriel als Kanzler haben wollen: 42 Prozent lehnen beide ab.

Noch größer fällt die Ablehnung der beiden Regierungsparteien aus bei der Frage, welche mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde. 8 Prozent trauen dies der SPD zu, 23 Prozent der CDU – letzterer Wert ist unverändert, während die SPD einen Prozentpunkt zulegt im Vergleich zur Vorwoche. 8 Prozent trauen einer anderen Partei die beste Problemlösung zu, während 61 Prozent (Vorwoche: 62) keiner Partei etwas in dieser Hinsicht zutrauen.

Mit diesem verbreiteten Pessimismus korrespondieren die Wirtschaftserwartungen der Befragten. Nur 17 Prozent erwarten eine Verbesserung der Verhältnisse, 41 Prozent eine Verschlechterung. Dass es gleich bleiben wird, erwarten 38 Prozent. Alle diese Werte sind nahezu unverändert.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen