Politik

ÜberhangmandateUnions-Vorteil nicht so groß

22.09.2009, 18:53 Uhr

Offenbar geringer als bisher erwartet fällt möglicherweise der Vorteil der Unionsparteien bei den Überhangmandaten aus. Allerdings kann sich durch minimale Verschiebungen in einzelnen Wahlkreisen wiederum ein verändertes Bild darstellen.

Wahl
(Foto: dpa)

Nach der neuesten election.de-Prognose kann die CDU nach dem derzeitigen Stand zwölf zusätzliche Sitze gewinnen, davon sechs in Baden-Württemberg, drei in Sachsen sowie je eines in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz.

Für die SPD sind derzeit fünf Überhangmandate zu erwarten: zwei in Brandenburg sowie je eines in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Damit beträgt das Plus durch Überhangmandate für die Union sieben Mandate, dies entspricht rechnerisch einem Vorteil von einem Prozentpunkt bei den Zweitstimmen.

In der Vorwoche hatte die Union noch bei 16 Überhangmandaten gelegen, die SPD bei nur drei. Grund für die Verschiebung ist der verbesserte Bundestrend der Sozialdemokraten, die vor allem in Ostdeutschland und Süddeutschland Wahlkreise zurückerobern könnten.

In der neuesten Wahlkreisprognose kann sich die SPD auf 93 Wahlkreise verbessern, CDU und CSU bleiben mit 201 aber klar vorne. Bei bisherigen Wahlen hat die election.de-Prognose nach eigenen Angaben in der weit überwiegenden Anzahl der Wahlkreise den Wahlausgang zutreffend vorhergesagt.

Quelle: hdr