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Rauchverbot in GaststättenVerbraucherzentralen dagegen

08.08.2006, 08:45 Uhr

Man sei zwar für einen effektiven Nichtraucherschutz in Gaststätten durch klare räumliche Trennung, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Müller.

Die Verbraucherzentralen sind gegen ein generelles Rauchverbot in allen deutschen Gaststätten. Man sei zwar für einen effektiven Nichtraucherschutz in Gaststätten durch klare räumliche Trennung, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Edda Müller, der "Berliner Zeitung". "Ein generelles Rauchverbot in Gaststätten aber lehnen wir ab."

Die Verbraucher seien mündig und sollten frei entscheiden können, ob sie in Gaststätten mit oder ohne Raucher gehen wollten, sagte Müller. Die Verbraucherzentralen wiesen darauf hin, dass sich die Gastwirte verpflichtet hätten, auf freiwilliger Basis mehr Nichtraucherzonen zu schaffen. "Es ist richtig, dass die Bundesregierung dies jetzt einfordert", betonte Müller. Sie glaube, dass es in Zukunft mehr Restaurants geben werde, die Rauchen freiwillig untersagen.

Einem Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden stehen die Verbraucherschützer dagegen vorbehaltlos positiv gegenüber. "Das entspricht ja weitgehend der heutigen Praxis", sagte Müller. In vielen Krankenhäusern und Bahnhöfen sei das Rauchen bereits untersagt.

Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuvor ein Gesetz zum Rauchverbot im kommenden Jahr angekündigt. Er warte nur noch die Debatte über einen interfraktionelle Antrag aus dem Bundestag im Herbst ab, sagte eine Sprecherin des Ministers. Danach werde es einen Gesetzentwurf der Regierung oder einen aus der Mitte des Parlaments geben. Ähnlich äußerte sich das Gesundheitsministerium.