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Zugriff am Dienstagabend: Verdächtiger nach Anschlag von Istanbul gefasst

Die türkische Polizei versucht nach dem Anschlag in Istanbul, durchzugreifen. In Antalya nimmt sie drei mutmaßliche IS-Terroristen aus Russland fest. Das sind nicht die einzigen Festnahmen.

Nach dem Selbstmordanschlag mit elf Toten hat die türkische Polizei einen Verdächtigen gefasst. Der Verdächtige sei am Dienstagabend festgenommen worden, erklärte der türkische Innenminister Efkan Ala bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Istanbul.

Zuvor hatte die türkische Polizei bereits drei mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staates (IS) festgenommen. Die drei Russen seien im Badeort Antalya in Gewahrsam genommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan.

Ob ein Zusammenhang zwischen dem Attentat in Istanbul und den Festnahmen besteht, ist aber noch unklar. Ebenfalls unklar ist, ob die russischen Bürger aus Tschetschenien stammen, das ein wichtiges Rekrutierungsgebiet für die Terrormiliz ist.

Bei der Razzia in Antalya wurden laut Dogan zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt. Bereits am Dienstag waren bei Razzien in mehreren türkischen Städten 65 mutmaßliche Dschihadisten festgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Unter ihnen seien 16 Verdächtige, die einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara geplant haben sollen.

Eine andere Gruppe habe ein Attentat an einem unbekannten Ort in der Türkei verüben wollen. Die Festnahmen erfolgten den Berichten zufolge in Ankara, Izmir, Kilis, Sanliurfa, Mersin und Adana.

Ein Selbstmordanschlag hatte am Dienstag vor der Blauen Moschee in Istanbuls Altstadt mindestens zwölf Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen zehn Deutsche. Zudem gab es mindestens 15 Verletzte, darunter neun Bundesbürger.

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Quelle: n-tv.de

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