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"Das Gesetz verhindert eine zuverlässige und reibungslose Arbeit des Gerichts", so Verfassungsrichter Rzeplinski.
"Das Gesetz verhindert eine zuverlässige und reibungslose Arbeit des Gerichts", so Verfassungsrichter Rzeplinski.(Foto: picture alliance / dpa)

Polens Regierung plant Reform: Verfassungsgericht stoppt eigenen Umbau

Die neue nationalkonservative Regierung in Polen will das Verfassungsgericht reformieren. Ein entsprechendes Gesetz wird jedoch von den Verfassungsrichtern selbst ausgebremst. Die Regierung will das Urteil nicht anerkennen.

Das umstrittene Gesetz über die Arbeit des polnischen Verfassungstribunals verstößt nach Ansicht der Verfassungsrichter gegen die Verfassung. Das Gericht erklärte mehrere Punkte des Gesetzes der nationalkonservativen Warschauer Regierung für verfassungswidrig. Dabei geht es unter anderem um die vorgeschriebene Zwei-Drittel-Mehrheit für ein gültiges Urteil, die Vorschrift, dass das Gericht aus mindestens 13 Richtern bestehen muss und die neue Regelung, dass das Gericht Fälle in chronologischer Reihenfolge behandeln muss.

"Das Gesetz verhindert eine zuverlässige und reibungslose Arbeit des Gerichts", sagte Andrzej Rzeplinski, der Vorsitzende des Verfassungsgerichts. Mehrere Oppositionsparteien und Rechtsexperten hatten gegen das im vergangenen Dezember erlassene Gesetz geklagt. Regierungschefin Beata Szydlo hatte bereits am Dienstag angekündigt, die Regierung werde das Urteil nicht anerkennen, da die Verhandlung des Gerichts gegen die Bestimmungen der Gesetzesreform verstoße.

Das umstrittene Gesetz beschäftigt am Freitag und Samstag auch die Venedig-Kommission, ein Gremium von Rechtsexperten des Europarats. Zudem hat die EU-Kommission ein Prüfverfahren zur Rechtsstaatlichkeit in Polen eröffnet.

Quelle: n-tv.de

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